DER RÜCKZUG DER DINGE
14. 9. 14– 19. 1. 15
Ausstellungszyklus / 3 ½

DER RÜCKZUG DER DINGE befasst sich mit unterschiedlichen Parametern des Ausstellens: der „Institution", dem Kurator, der Sammlerin, der „Öffentlichkeit", dem „Werk", dem Kanon und seinem Ausschuss etc. Die Ausstellungen finden in statt, einem kleinen Raum zwischen dem dritten und vierten Stock der KW Institute for Contemporary Art. Ihre Dauer variiert – von einem Tag bis zu einem Monat. Der Zyklus wurde am 14. September 2014 mit DIE MELANCHOLIE DER ELITE eröffnet.

Kuratiert von Lukas Töpfer


7.–19.1.15
CEAL FLOYER: FOUR FLOORS

Für die achte und letzte Ausgabe der laufenden Serie DER RÜCKZUG DER DINGE zeigt Ceal Floyer FOUR FLOORS, einen ortsbezogenen Eingriff. 3½, der kleine Raum zwischen dem dritten und vierten Stock der KW Institute for Contemporary Art, bleibt für die Ausstellung geschlossen. FOUR FLOORS wird im Treppenhaus gezeigt.

Folgende Buchstaben wurden den Zahlen auf den Türen im Treppenhaus hinzugefügt: "st" (für die "1"), "nd" (für die "2"), "rd" (für die "3") und "th" (für die "4"). Die Türen zur dritten und vierten Etage sind während der Öffnungszeiten geschlossen. Die Türen der ersten und zweiten Etage sind während der Öffnungszeiten geöffnet.


Vergangene Ausgaben von DER RÜCKZUG DER DINGE:

14.9.–14.10.14
DIE MELANCHOLIE DER ELITE

DIE MELANCHOLIE DER ELITE bestand aus einer öffentlichen Installation und einer Folge von privaten Dialogen mit jeweils einer Besucherin/einem Besucher pro Abend. Die Gespräche begannen um 19.30 Uhr (sobald die anderen Ausstellungen geschlossen waren), dauerten ca. 40 bis 60 Minuten und wurden für insgesamt 31 Personen angeboten.

Besprochen wurde die folgende, kaum beachtete Begebenheit: „Vor einigen Jahren fand in Russland eine ungewöhnliche Ausstellung statt, in der Wohnung des 1918 erschossenen Verräters Roman Malinowski (jenes prominenten Bolschewiki und tragischen Weggefährten Lenins, der seine Genossen im Dienst des Zaren über Jahre hinweg unbemerkt ausspioniert hatte).

Die Ausstellung bestand aus Werken, die ein großes und unaufgelöstes Problem umkreisten, das eine Gruppe melancholisch gestimmter marxistischer Modernisten nach und nach dazu bewogen hatte, nicht mehr an öffentlichen Ausstellungen teilzunehmen und sich – langsam, aber entschlossen – ganz aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen..."


15.–20.10.14
The road leads back and back to the black square (II)
Kuratiert von Bublitz und Lukas Töpfer

„Die Frage der Wiederholung hat große Bedeutung. Sie hat Bedeutung, weil es so etwas wie Wiederholung nicht gibt." (Gertrude Stein)

The road leads back and back to the black square (II) befasste sich mit einer bekannten, am 15. Juli 1972 aufgenommenen Public-Domain-Fotografie. Die Ausstellung „wiederholte" eine andere, jüngst vergangene Präsentation. Das Projekt verhandelte Fragen des Kuratierens, des Modernismus, des sozialen Wohnungsbaus und der Segregation.

22.10.–10.11.14
Donald Bernshouse

Brief von Philip Leider, Herausgeber von Artforum, an Donald Bernshouse, 23. Juni 1966:

Sehr geehrter Herr Bernshouse,

Irving Blum von der Ferus Gallery hat mir einige der Zeichnungen gezeigt, die Sie ihm vor Kurzem geschickt haben.

Diesen Herbst veröffentlicht Artforum einen Essay von Robert Morris – einen zweiten Teil des Essays, der ursprünglich in unserer Februar-Ausgabe von 1966 publiziert wurde [Notes on Sculpture] – und ich wäre sehr daran interessiert, eine oder zwei der Zeichnungen zusammen mit dem Artikel zu drucken.

Ich schreibe, um Ihre Zustimmung einzuholen und um Sie zu fragen, ob wir Ihren Namen anstelle von „Standard Systems" verwenden dürften (ich hätte keine Einwände dagegen, beides zu verwenden).

Ich würde außerdem gerne wissen, ob Sie irgendwelche Fotografien von fertigen Skulpturen besitzen.

Wenn Sie einen Moment Zeit haben, würde ich mich freuen, von Ihnen zu hören, um mir ein bisschen von Ihnen erzählen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Philip Leider
HERAUSGEBER

12.11.14
A day in an institution
Kuratiert von Bublitz und Lukas Töpfer

A day in an institution zeigte die Collector's Edition eines Bildes, das bereits in Die Melancholie der Elite und in The road leads back and back to the black square (I und II) zu sehen war. Nach einem Tag in den KW wurde die Ausstellung Teil der Sammlung Bergmeier, Berlin.


13.-24.11.14
Das Numen: IMPAKT

Eingeladen, für die Serie DER RÜCKZUG DER DINGE eine Ausstellung zu entwickeln, hatte sich Das Numen entschlossen, keine Arbeit zu zeigen, sondern Lukas Töpfer, den Kurator der Serie, im Ausstellungsraum zu beherbergen. Für zwölf aufeinanderfolgende Tage und Nächte wohnte und arbeitete er in der kleinen Ausstellungskammer (ohne die Institution zu verlassen), um die Wahrscheinlichkeit zu berechnen, dass ein Meteorit exakt dort einschlägt, wo er sitzt.

Das Kollektiv Das Numen besteht aus Julian Charrière, Andreas Greiner, Markus Hoffmann und Felix Kiessling. Die Ausstellung IMPAKT wurde mit der großzügigen Unterstützung von Dr. Gabriel Bihain (Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam) vorbereitet.


Dinge
26.11.-8.12.14

Dinge zeigte Das geniale Ready-Made, Halbierter Stein und 23 Sekunden aus dem Sein eines Steins, drei Arbeiten, deren Schöpfer für die Dauer der Ausstellung anonym blieb.


10.12.14–5.1.15
DANIEL GUSTAV CRAMER

Daniel Gustav Cramer zeigte DEATH IN VENICE.

CEAL FLOYER: FOUR FLOORS

DIE MELANCHOLIE DER ELITE
Unbekannter Fotograf: HANS, späte 1930er Jahre

THE ROAD LEADS BACK AND BACK TO THE BLACK SQUARE (II)

DONALD BERNSHOUSE
© Donald Bernshouse

A DAY IN AN INSTITUTION

Das Numen IMPAKT

DINGE

DANIEL GUSTAV CRAMER, Grand Hotel des Bains, Lido, Venezia