Enemy of the Stars
20. Mai – 6. August 17

 

Ronald Jones im Dialog mit David Hammons, Louise Lawler, Helmar Lerski und Julia Scher

 

<p>Ronald Jones, <em>Untitled (DNA Fragment from Human Chromosome 13 carrying Mutant Rb Genes also known as Malignant Oncogenes which trigger rapid Cancer Tumorigenesis)</em>, 1989, Courtesy Sammlung Rachel und Jean-Pierre Lehmann</p>

Ronald Jones, Untitled (DNA Fragment from Human Chromosome 13 carrying Mutant Rb Genes also known as Malignant Oncogenes which trigger rapid Cancer Tumorigenesis), 1989, Courtesy Sammlung Rachel und Jean-Pierre Lehmann

 

Eröffnung: 19. Mai 17, 19–22 Uhr

 
Rundgang durch die Ausstellung mit Ronald Jones, Jason Dodge und Krist Gruijthuijsen 
21. Mai 17, 16 Uhr
Treffpunkt am Counter
Im Eintrittspreis enthalten
 

Mitte der 1980er-Jahre erlangte der US-amerikanische Künstler und Kritiker Ronald Jones (*1952) in New York Bekanntheit durch die Verwendung gegensätzlicher formaler und minimaler Sprache zur Erkundung von Geschichte als Medium. Durch die Gegenüberstellung von historischen Begebenheiten, Innovationen, Entdeckungen, Gewalt und Angst untersucht er die komplexe Wechselbeziehung von Begebenheiten, die unsere Selbstwahrnehmung sowie unsere Wahrnehmung der Welt definieren, indem er scheinbar beziehungslose Ereignisse verbindet. Das Verhältnis zwischen modernistischen Kodierungen und Kodierungen von Macht ist ein beständiges Thema seiner Arbeiten.

 

In Anlehnung an Jones’ Ausstellung im Grazer Kunstverein 2014, die seine Werke erstmals seit seinem Rückzug als Künstler Mitte der 1990er-Jahre der Öffentlichkeit präsentierte, unternimmt Enemy of the stars den Versuch, Jones’ Praxis zu erweitern, indem seine Arbeiten mit Werken von gleichaltrigen Künstlerinnen und Künstlern wie David Hammons, Louise Lawler und Julia Scher sowie mit historischen Werken von Helmar Lerski in engen Austausch gebracht werden. Dabei soll ein kritischer Dialog darüber entstehen, wie politische Ideen in Beziehung zur Biografie stehen, wie Text sich zu Form verhält und in welcher Relation Identität und Subjekt stehen.

 

Die Ausstellung wird begleitet von der Veranstaltungsreihe Addendum, die neue wie bereits existierende Arbeiten von Jenna Bliss, Sidsel Meineche Hansen, Ishion Hutchinson und K.r.m. Mooney präsentiert. Anhand temporärer Interventionen, Performances, Filmen und Kollaborationen erweitert, verkompliziert und untersucht Addendum das Ausstellungsvorhaben von Enemy of the stars. 

 

Enemy of the Stars wird organisiert von dem Künstler Jason Dodge und Krist Gruijthuijsen, Direktor der KW Institute for Contemporary Art. Addendum wird kuratiert von Anna Gritz, Kuratorin der KW.

 

Faltblatt zur Ausstellung (PDF)

 

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt von der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, dem KW Freunde e. V., den Mitgliedern des KUNST-WERKE BERLIN e. V. und der Julia Stoschek Collection. Die Präsentation der Arbeiten von Helmar Lerski wird unterstützt vom Museum Folkwang, Essen. Mit besonderem Dank an Christine König und Christiane Rhein.