Judith Hopf
10. Februar – 15. April 18

 
<p>Judith Hopf, <em>Untitled (LaptopMan2)</em>, 2010, Installationsansicht Frac Île de France Le Plateau, Paris</p>

Judith Hopf, Untitled (LaptopMan2), 2010, Installationsansicht Frac Île de France Le Plateau, Paris

 

Eröffnung: 9. Februar 18, 19 Uhr  

 

Seit den 1990er Jahren hat sich Judith Hopf eine unabhängige künstlerische Sprache erarbeitet, die sich in Form von Skulptur, Film, Zeichnung, aber auch Bühnenbild und Performance über die Jahre hinweg beständig aufs Neue behauptet hat. Ihre Arbeiten sind tief verwurzelt in dem Gebrauch alltäglicher Materialien wie Ziegel, Beton, Glas, Verpackungsmaterialien und einfach nachvollziehbaren Produktionsprozessen. Sie sprechen von den Dingen, die uns in unserem Alltag prägen und formen, reagieren dabei auf das, was man eine Kondition der Gegenwart nennen könnte. Ihre Arbeiten nehmen Bezug auf die Auswirkungen, die der Fortschritt in Technologie und Wirtschaft auf unsere körperliche und mentale Verfassung hat. Für ihre Ausstellung in den KW Institute for Contemporary Art setzt Hopf ihre Beschäftigung mit dem Material des Ziegelsteins fort. Die gemauerten Ziegelarbeiten nehmen eine prägnante Zwischenstellung ein, die von Skulptur bis (Ausstellungs-)Architektur fluktuiert und den Ausstellungsraum gliedern und ergänzen. In den KW werden sie mit älteren Arbeitszyklen kontrastiert, u.a. mit einer überarbeiteten Version von Hopfs Laptop-Skulpturen. Die Künstlerin verweist damit auf humorvolle Weise auf unseren Umgang mit Computern und die Tendenz, diese zunehmend als Teil unseres Körpers wahrzunehmen, während wir gleichzeitig als Spezies immer mehr auf Implantate und Prothesen angewiesen sind.

 

Neben den skulpturalen Arbeiten umfasst die Ausstellung in den KW einen neuen Film sowie eine ambitionierte Auftragsarbeit für die Fassade im Innenhof der KW. Bei diesen Arbeiten treten zwei historische KünstlerInnen als direkte Inspirationsgeber hervor: Zum einen der amerikanische Architekt und Architekturtheoretiker John Hejduk (1929–2000) und zum anderen die deutsche Künstlerin Annette Wehrmann (1961–2010).

 

Parallel zur Ausstellung entsteht ein umfassendes Kompendium, in dem neue und bereits existierende Texte von Judith Hopf und zentralen WegbegleiterInnen ihrer Arbeit zusammengetragen werden.

 

<p>Die Ausstellung wird gefördert von der Stiftung Kunstfonds.</p>

 

Die Ausstellung wird gefördert von der Stiftung Kunstfonds.