Weekend #6

 
  1. 11. März 17, 17 Uhr
  2. SOPHIENSÆLE, Sophienstraße 18, 10178 Berlin
  3. Tickets: 7 €, ermäßigt 5 € (Online)
  4. In englischer Sprache
  5. Tickets können online und an der Abendkasse der SOPHIENSÆLE erworben werden.

 

  1. Bitte beachten Sie, dass die Performance Kraftausdrücke und Verweise auf Kriegsgewalt beinhaltet, die nicht für Kinder geeignet sind. Den ZuschauerInnen wird Vorsicht angeraten.

 

Coco Fusco: Words May Not Be Found, 2017

 

Performance

 

<p>Vernichtungsbefehl von Lothar von Trotha (1904), einzige erhaltene Kopie aus den Botswana National Archives RC ll/l (bearbeitete Kopie); aus: J.B. Gewald: <i>The great General of the Kaiser</i>, in: Botswana notes and records, Vol. 26, 1994, S.72.</p>

Vernichtungsbefehl von Lothar von Trotha (1904), einzige erhaltene Kopie aus den Botswana National Archives RC ll/l (bearbeitete Kopie); aus: J.B. Gewald: The great General of the Kaiser, in: Botswana notes and records, Vol. 26, 1994, S.72.

 

Seit beinahe drei Jahrzehnten erforscht Coco Fusco historische Dokumente und koloniale Archive, um Arbeiten zu schaffen, die ihnen verborgene Subtexte und Gegennarrative entlocken. Für ihre neue Performance Words May Not Be Found im Rahmen der Veranstaltungsreihe The Weekends der KW Institute for Contemporary Art versucht Fusco, die Parallelen zwischen den kolonialen und zeitgenössischen Sichtweisen auf das nicht-westliche „Andere“ aufzuzeigen.

 

Mehr als ein Jahrhundert nach dem deutschen Feldzug in Süd-West-Afrika ist der Konflikt, der als Reaktion auf den Aufstand der Nama und Herero entstand, immer noch eine Quelle kollektiver Traumata für beide Nationen. Die traumatische Wirkung dieser Geschichte bedingt sich nicht nur durch das Ausmaß an ausgetragener Gewalt gegen Zivilistinnen und Zivilisten, sondern auch in der bemühten Unterdrückung des einzigen Dokuments, das namibische ZeugInnenaussagen zum Hergang des Konfliktes enthielt. Fuscos Performance beschäftigt sich mit dem Ringen um die Sprache der einheimischen Zeuginnen und Zeugen.

 

Die interdisziplinär arbeitende Künstlerin, Autorin und Kuratorin Coco Fusco wurde 1960 in New York, US, geboren und lebt und arbeitet in New York, Florida und auf Kuba. Sie ist Andrew Banks Endowed Professor of Art an der Universität von Florida, US. Fusco untersucht in ihren Arbeiten Fragen der ethnischen, klassenbasierten und geschlechtsspezifischen Dynamiken in Gesellschaft, Krieg und Politik. Ihre Performances und Arbeiten wurden seit den 1980er Jahren international gezeigt; u.a. auf der Frieze Projects London, im Museo Jumex in Mexiko-Stadt und im Rahmen der 56. Biennale di Venezia, Venedig, IT. Fusco erhielt eine Reihe von Auszeichnungen, u.a. das Guggenheim Fellowship, den Absolut Art Writing Award und ein Fulbright Stipendium im Jahr 2013. Sie wird von Alexander Gray Associates in New York vertreten. 

 

Eine Zusammenarbeit zwischen den KW Institute for Contemporary Art und SOPHIENSÆLE

 

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung in den SOPHIENSÆLEN stattfindet.