Beatriz González
Retrospective 1965–2017
13. Oktober 18 – 6. Januar 19

 

Eröffnung: 12. Oktober 18, 19 Uhr

 

<p>Beatriz González, <em>Los Suicidas del Sisga No 2</em>, 1965, Courtesy die Künstlerin</p>
<p>und Óscar Monsalve, Sammlung Museo La Tertulia, Cali</p>

Beatriz González, Los Suicidas del Sisga No 2, 1965, Courtesy die Künstlerin

und Óscar Monsalve, Sammlung Museo La Tertulia, Cali

 

Im Herbst präsentieren die KW Institute for Contemporary Art die erste monografische Werkschau der kolumbianischen Künstlerin Beatriz González (*1938 in Bucaramanga, CO) in Deutschland. Die Ausstellung umfasst rund 120 Arbeiten aus den Jahren 1965 bis 2017 und würdigt die international anerkannte Künstlerin González und ihr beinahe sechzig Jahre umfassendes Werk.
 
González wuchs im Kolumbien der 1940er und 50er Jahre auf – einer Zeit voller politischer Unruhen, die als La Violencia (Die Gewalt) in die Geschichte des Landes einging. Heute zählt González zu den zentralen Figuren der lateinamerikanischen Kunstszene, die in den späten 1950er Jahren begann, eine künstlerische Praxis, geprägt von Ikonenmalerei, kunsthistorischen Motiven, lokalen Stilrichtungen und massenmedialer Ästhetik, zu etablieren. In der Folge kam eine weitreichende Beschäftigung mit Alltagsszenen, öffentlichen Protestritualen und Schauplätzen eines kollektiven Schmerzes in ihrem Heimatland Kolumbien hinzu. Wie keine andere kolumbianische Künstlerin thematisiert González politische Ereignisse der jüngeren Vergangenheit des Landes vom Standpunkt ihrer eigenständigen Perspektive aus. Dabei bricht sie den anonymen, unpersönlichen Stil der Pop Art auf und reichert ihn mit Subjektivität und Intimität an.

 

Obschon eine klare Trennung zwischen Hoch- und Populärkultur, zwischen Kunst und Design während des zwanzigsten Jahrhunderts vollzogen wurde, gelingt es González mit Leichtigkeit, diese Felder miteinander zu verschränken. Durch die Aneignung kanonischer Motive und Sujets aus der Kunstgeschichte vermag sie es, einen Zusammenhang zwischen westlichen und südamerikanischen Traditionen herzustellen und deren jeweilige Ikonografie neu zu formulieren.  
 
Die Ausstellung Retrospective 1965–2017 markiert die erste umfassende Präsentation der Werke von Beatriz González außerhalb Kolumbiens. Sie entstand in Kooperation mit dem CAPC musée d’art contemporain de Bordeaux und dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid.
 

Im Rahmen der Ausstellung wird der Dokumentarfilm Beatriz González ¿Por qué llora si ya reí? (2010) von Diego García Moreno in der Pogo Bar gezeigt. An folgenden Tagen findet keine Filmpräsentation statt: 13. und 25. Oktober, 1., 22. und 29. November, 13. Dezember und 5. Januar.

 

KuratorInnen: María Inés Rodríguez, Krist Gruijthuijsen
Kuratorische Assistenz: Cathrin Mayer

 

 

Begleitprogramm

 

Führung durch die Ausstellung mit der Kuratorin María Inés Rodríguez
13. Oktober 18, 15 Uhr
Treffpunkt: Counter

 

Buchvorstellung mit Beatriz González
Diario del Guernica. Diario de una obra sin sentido Mural Para Fábrica Socialista
13. Oktober 18, 17 Uhr
Ort: Pogo Bar

 

Führung durch die Ausstellung mit der Assistenz­kuratorin Cathrin Mayer
22. November 18, 19 Uhr
Treffpunkt: Counter

 

Kolumbianischer Filmnachmittag 
2 Filme, ausgewählt von Beatriz González (Spanisch mit englischen Untertiteln)
2. Dezember 18, 17 Uhr und 19 Uhr
Ort: Studio im Vorderhaus der KW
Eintritt: 5 € / 3 € 

 

Führung durch die Ausstellung mit dem Kurator Krist Gruijthuijsen
13. Dezember 18, 19 Uhr
Treffpunkt: Counter

 

 

 

<p>Die Ausstellung wird durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert.</p>

 

Die Ausstellung wird durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert.

 

<p>Medienpartner: <a href="http://www.exberliner.com/">EXBERLINER</a></p>

 

Medienpartner: EXBERLINER