ABGESAGT:
The Berlin Sessions:
Laura Horelli & Naomi Beukes-Meyer

 

25. März 20, 20 Uhr
Ort: KW Studio, Vorderhaus, 1. Stock
In deutscher Sprache

 

<p>Laura Horelli, <em>Newstime</em>, 2019, © Yle</p>

Laura Horelli, Newstime, 2019, © Yle

 

Laura Horellis (*1976, FI) Film-Trilogie A Letter to Mother (2013), The Terrace (2011) und Haukka-Pala (2009) untersucht die Grenzen von Autobiografie und Erinnerung – als ungeklärte Fragen an die verstorbene Mutter, als Mutmaßungen darüber, welche Wendungen eine Biografie hätte nehmen können oder als Kommentar einer historischen Fügung die unbemerkt blieb. Horellis Plakat-Collagen Namibia Today am U-Bahnhof Schillingstraße aus dem Jahr 2017 thematisierten das Vermächtnis sozialistischer Solidarität: Die collagierten Reprints aus Namibia Today – dem von der DDR finanzierten und gedruckten englischen Magazin der namibischen Befreiungsbewegung SWAPO – lasen sich als Kommentare eines Klimas zunehmender ökonomischer Bedrängnis und Fremdenfeindlichkeit. Horellis aktueller Film Newstime (2019) geht den finnisch-namibischen Beziehungen nach, dem Fremdsein, den kulturellen Differenzen, ebenso wie der langjährigen finnischen Unterstützung der namibischen Unabhängigkeitsbewegung.

 

Für die Berlin Sessions hat Laura Horelli die Schauspielerin, Drehbuchautorin und Filmemacherin Naomi Beukes-Meyer (*1965, NA) eingeladen, mit eigenen Filmbeiträgen dialogisch über transnationales Filmemachen, das Schweigen über bestimmte Themen und Deutschlands postkoloniales Erbe zu sprechen.