The Berlin Sessions:
Reading David Wojnarowicz

 

15. März 19, 20.30 Uhr

Ort: Buchladen Eisenherz, Motzstraße 23, 10777 Berlin

In englischer Sprache

 

<p>David Wojnarowicz, <em>Untitled (Culture Mask II)</em>, 1990, Fotografie, Courtesy of the Estate of David Wojnarowicz und P·P·O·W Gallery, New York</p>

David Wojnarowicz, Untitled (Culture Mask II), 1990, Fotografie, Courtesy of the Estate of David Wojnarowicz und P·P·O·W Gallery, New York

 

David Wojnarowicz war sowohl Autor als auch bildender Künstler. Er hat nicht nur zahlreiche Publikationen veröffentlicht; so sind Sprache und literarische Einflüsse wiederkehrende Elemente in seinen Gemälden, Fotografien und Filmen. In der Art, wie er Texte vortrug, offenbarte sich seine einnehmende Fähigkeit, seine Leidenschaft, sein Engagement sowie auch seine Wut mit Worten und seiner Stimme künstlerisch auszudrücken. Für The Berlin Sessions: Reading David Wojnarowicz hat Léon Kruijswijk (Kuratorischer Fellow der KW) drei Performer*innen und Autor*innen eingeladen, um Wojnarowicz’ literarische Arbeiten zu erkunden und zu interpretieren. Die Reading Session findet im Eisenherz statt – einem Buchladen, der seit über 40 Jahren ein Kultort der Berliner LGBTQI+ Community ist.

 

 

Eingeladene Gäste

 

MYSTI ist ein seit 2010 in Berlin lebender Autor und Performer aus South Dakota und präsentiert How Do We Make Art of Human Remains? als Meditation auf die Arbeit und das Leben von David Wojnarowicz. Sein Buch Close to the Knives. A Memoir of Disintegration (1991) inspirierte David Robinson 1992 dazu, die Asche seines Partners Warren Krause vor dem Weißen Haus abzuladen, Wojnarowicz’ sterbliche Überreste sollten in einer separaten Aktion vier Jahre später auf demselben Rasen verstreut werden. Dies wirft die Frage auf, wie Körper als Material für Kunst und Protest neu gedacht werden können. Ist Kunst etwa der Körper, den wir dem Leben opfern könnten?

 

Alex Alvina Chamberland ist eine in Berlin lebende, schwedisch-US-amerikanische Autorin und Performerin. Ein Großteil ihrer Schreib- und Performance-Arbeit basiert auf Explosivität, Intensität, Musikalität, dem Experimentieren mit Gesang, Stille, Maximalismus und (Trans-) Femininität, wobei Themen wie Versagen und Passivität als Mittel des Widerstands gegenüber dem obligatorischen kapitalistischen Erfolg und der Produktivität sowie Einsamkeit, Sehnsucht und Kollektivität behandelt werden. Chamberland veröffentlichte bereits zwei Bücher auf Schwedisch, seit kurzem schreibt sie jedoch auf Englisch.

 

Valerie Renay ist eine in Berlin lebende französisch-karibische Performerin, Regisseurin, Elektropop-Sängerin, Musikerin, Malerin und DJane. Renay ist stets auf alternativen Bühnen als vielseitige Künstlerin präsent, das Wesen ihrer Arbeit und der Welt, in der wir leben, kontinuierlich hinterfragend. Sie ist eine der Protagonist*innen in Aids Follies, einem zeitgenössischen Multimedia-Theaterstück, das die Aids-Epidemie dokumentiert und Revue, Lecture Performance, Dokumentation und Popkultur miteinander vereint.