Installationsansicht der Performance Alexis Blake – Crack Nerve Boogie Swerve in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2023; Foto: Frank Sperling.
Pause: Alexis Blake
Crack Nerve Boogie Swerve
Die KW Institute for Contemporary Art freuen sich, die Performance Crack Nerve Boogie Swerve der Künstlerin Alexis Blake (*1981, US, lebt in NL) zu präsentieren. In ihrer multidisziplinären Praxis verbindet Blake bildende Kunst, Tanz und Performance miteinander. Sie begreift den Körper als Archiv verkörperten Wissens und beschäftigt sich mit der Repräsentation von Frauenkörpern, die sie kritisch untersucht, hinterfragt, aufbricht und neu verhandelt.
Blake konzipierte Crack Nerve Boogie Swerve bereits 2019 und entwickelt ihr Stück für dessen erste Präsentation in Deutschland nun weiter. Sie erkundet darin Vorstellungen von Transparenz, Widerstand, Resonanz und Zerbrechlichkeit in Bezug auf Normen, Zwänge und Unterdrückung. In einer Installation aus Glas und Stahl und mit Hilfe von Klang, Stimme und Körper untersucht sie die Bedeutung und den Akt des Zerbrechens. Das Glas übernimmt eine darstellende Rolle und wird zur Metapher für den individuellen und kollektiven Körper, der zwar fragil, aber auch belastbar ist – je nachdem, wie er gehandhabt oder behandelt wird. Sein Zustand pendelt fortwährend zwischen sichtbar und unsichtbar, klar und opak.
Die in Berlin verwurzelte Crew besteht aus einer Perkussionistin, zwei Sound-Künstlerinnen und sechs Performer*innen mit unterschiedlichen Hintergründen – Breakdance, Hip-Hop, House, Waving, Afro-Fusion, Contemporary und Ballett. In der Choreographie versuchen die Künstler*innen sich nicht die Klang- und Körpersprache der anderen anzueignen. Vielmehr verwenden sie das Glas als Werkzeug, um miteinander zu kommunizieren, Muster zu durchbrechen und gemeinsam ein neues Klang- und Bewegungsvokabular zu entwickeln, ohne dabei die eigene Subjektivität zu verlieren.
Künstlerin / Choreografie / Regie: Alexis Blake
Soundkünstlerinnen / Komponistinnen: Stefanie Egedy, mobilegirl
Perkussionistin / Komponistin: Sofia Borges
Kostümdesignerin: Elisa van Joolen
Tänzerinnen / Choreografischer Input: Viola Luise Barner, Alice De Maio, Aya Nakagawa, Luana Madikera, Willie Stark, Matilde Tommasini
Kurator: Léon Kruijswijk
Kuratorische Assistenz: Lara Scherrieble
Kuratorische Fellow (CCS Bard Mentorship Work Placement): Katherine Adams
Bitte beachten Sie, dass während der Aufführung laute Tieffrequenztöne gespielt werden, die schwangere Personen sowie Personen mit Epilepsie und Herzproblemen beeinträchtigen können.
Kuratorische Einführung
Die KW Institute for Contemporary Art freuen sich, die Performance Crack Nerve Boogie Swerve der Künstlerin Alexis Blake (*1981, US, lebt in NL) zu präsentieren. In ihrer multidisziplinären Praxis verbindet Blake bildende Kunst, Tanz und Performance miteinander. Sie begreift den Körper als Archiv verkörperten Wissens und untersucht, hinterfragt, untergräbt und verhandelt neu, wie Körper repräsentiert werden.
Biografie
Alexis Blake ist Preisträgerin des niederländischen Prix de Rome Visual Arts 2021. Sie erhielt ihren Masterabschluss in Bildender Kunst vom Piet Zwart Institute, Rotterdam (2007) und war Artist-in-Residence am WIELS, Contemporary Art Centre, Brüssel (2020-2021), der Delfina Foundation, London (2016), Jan van Eyck Academie, Maastricht (2014-15), Fondazione Antonio Ratti mit Yvonne Rainer (2015). Ihre Arbeiten wurden an zahlreichen Orten präsentiert, wie z. B.: 1. Riga Biennale (Riga, Lettland), BOZAR (Brüssel), Performatik19 (Brüssel), IMMA – Irish Museum of Modern Art (Dublin), Rijksmuseum (Amsterdam), British Museum / Block Universe Performance Festival (London), TENT (Rotterdam), ExtraCity (Antwerpen), La Triennale di Milano XXI (Mailand), und Stedelijk Museum (Amsterdam).
Alexis Blake, Crack Nerve Boogie Swerve, 2019. TENT, Rotterdam, NL, 2019. Photo: Diana Oliveira.
Alexis Blake, Crack Nerve Boogie Swerve, 2019. TENT, Rotterdam, NL, 2019. Photo: Diana Oliveira.
Teil des Projekts: Pause–Reihe
Die Pause–Reihe der KW Institute for Contemporary Art ermöglichte eine kurze, tiefe Auseinandersetzung mit einzelnen künstlerischen Positionen, um Verbindungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufzuzeigen und zu hinterfragen. Eine Pause agierte als Unterbrechung des laufenden Programms der KW und markiert den Übergang zwischen zwei Ausstellungszyklen. Bei den im Rahmen der Reihe präsentierten Projekten, die sich mit diesem Zwischenzustand auseinandersetzten, handelte es sich überwiegend um Auftragsarbeiten oder überarbeitete Werke, die zwischen Performance, Installation, Video und Klangarbeit wechseln oder diese sogar miteinander verweben.
Überblick
2017–2024
Pause: Billy Bultheel & James Richards
Workers in Song
7–9 June 24
Pause: The Noa Eshkol Chamber Dance Group
25/27 August 23
Pause: Lydia Ourahmane
sync
1–2 October 22
Pause: Tobias Spichtig
Die Matratzen
19–23 January 22
Pause: Michele Rizzo
REACHING
1–3 October 21
Pause: Archivio Conz Collection
Broken Sounds / Remote Music—Prepared Pianos
16–19 January 20
Pause: Every Ocean Hughes
Help the Dead
24–25 August 19
Pause: Emma Hedditch
+49 30 243459-53
18–19 May 19
Pause: Jimmy Robert (After Ian White)
Joie noire
19–20 January 19
Pause: Evelyn Taocheng Wang
What is he afraid of?
27–30 September 18
Pause: AA Bronson
Garten der Lüste
26–29 April 18
Pause: Ericka Beckman
Super-8 Trilogy
18–21 January 18
Pause: Margaret Honda
Spectrum Reverse Spectrum
18–20 August 17
Pause: Anthony McCall
Line Describing a Cone
27–30 April 17