Pause: Evelyn Taocheng Wang
What is he afraid of?

27.–30.09.18

Das Werk von Evelyn Taocheng Wang (*1981 in Chengdu, CN) entwickelt sich aus der Fragestellung heraus, wie sich Identität konstituiert und wie der eigene Körper von autobiografischen Strukturen kulturell geprägt und durchzogen ist. Im Rahmen von Pause präsentiert Wang eine neue Werkserie in den KW Institute for Contemporary Art, die sich aus zwei Filmen und einer Installation aus großformatigen Stoffen zusammensetzt. Das Format Pause fungiert als Unterbrechung des laufenden Ausstellungsprogramms der KW und stellt anhand von einzelnen Kunstwerken Verbindungen zwischen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft her.

Die von Wang neu produzierte Arbeit resultiert aus ihrer Reflexion über die Erzählweisen von Mythologien, die aus unterschiedlichen Quellen stammen und über kulturelle Kontexte und Jahre hinweg umgeschrieben, verändert, bearbeitet und neu erzählt wurden. Dabei rückt Wang das Märchen Die Prinzessin und der Frosch in den Fokus, da alle Versionen dieser Erzählung in einem engen Zusammenhang mit Fragen der Transformation und einem Verständnis von Identität stehen, die als fließend und anpassungsfähig begriffen wird.

Ausgehend von der Idee eines fiktionalisierten Charakters und der real vorgefundenen Architektur in den KW wird die Ausstellung so zu einem Ort, in dem Narrative in die räumliche Struktur der Halle übertragen werden. Die Räumlichkeiten der Institution werden zu einem Symbol für die Architektur des Körpers und seiner Struktur im Transformationsprozess.

Kuratorinnen: Maurin Dietrich, Cathrin Mayer

Faltblatt zur Ausstellung (PDF)

Teil des Projekts: Pause–Reihe

Die Pause–Reihe der KW Institute for Contemporary Art ermöglichte eine kurze, tiefe Auseinandersetzung mit einzelnen künstlerischen Positionen, um Verbindungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufzuzeigen und zu hinterfragen. Eine Pause agierte als Unterbrechung des laufenden Programms der KW und markiert den Übergang zwischen zwei Ausstellungszyklen. Bei den im Rahmen der Reihe präsentierten Projekten, die sich mit diesem Zwischenzustand auseinandersetzten, handelte es sich überwiegend um Auftragsarbeiten oder überarbeitete Werke, die zwischen Performance, Installation, Video und Klangarbeit wechseln oder diese sogar miteinander verweben.

Überblick
2017–2024

Pause: Billy Bultheel & James Richards
Workers in Song
7–9 June 24

Pause: The Noa Eshkol Chamber Dance Group
25/27 August 23

Pause: Alexis Blake
Crack Nerve Boogie Swerve
27–29 January 23

Pause: Lydia Ourahmane
sync
1–2 October 22

Pause: Tobias Spichtig
Die Matratzen
19–23 January 22

Pause: Michele Rizzo
REACHING
1–3 October 21

Pause: Archivio Conz Collection
Broken Sounds / Remote Music—Prepared Pianos
16–19 January 20

Pause: Every Ocean Hughes
Help the Dead
24–25 August 19

Pause: Emma Hedditch
+49 30 243459-53
18–19 May 19

Pause: Jimmy Robert (After Ian White)
Joie noire
19–20 January 19

Pause: AA Bronson
Garten der Lüste
26–29 April 18

Pause: Ericka Beckman
Super-8 Trilogy
18–21 January 18

Pause: Margaret Honda
Spectrum Reverse Spectrum
18–20 August 17

Pause: Anthony McCall
Line Describing a Cone
27–30 April 17

Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande in Berlin, der Galerie Fons Welters, Amsterdam, Carlos/Ishikawa, London und der Company Gallery, New York.

Pause: Evelyn Taocheng Wang ist Teil der Berlin Art Week 2018.