Esther Ferrer, Piano con alas, 1986, Courtesy Archivio Conz, Berlin, Foto: Giorgia Palmisano
Pause: Broken Sounds / Remote Music—Prepared Pianos from the Archivio Conz Collection
In Zusammenarbeit mit den KW präsentiert das Archivio Conz mehr als 20 präparierte Klaviere von Künstler*innen wie Ay-O, Dorothy Iannone, Carolee Schneemann, Nam June Paik und Ben Patterson aus der Sammlung von Francesco Conz (1935–2010). Die fünftägige Veranstaltung schafft einen poetischen Raum, in dem Performances von Charlemagne Palestine, Phillip Sollmann & Konrad Sprenger, Angharad Williams, Sky Walking, Nina Kurtela und weiteren Künstler*innen stattfinden werden.
Francesco Conz’ Klaviersammlung umfasst mehr als 65 Objekte, die von ihm in Auftrag gegeben wurden, um die Ende der 1930er Jahre von John Cage initiierte Tradition des präparierten Klaviers fortzuführen. Die Klaviere wurden im Laufe der Jahre von verschiedenen Avantgarden bearbeitet, darunter von Künstler*innen, die Conz zeit seines Lebens begleiteten. Conz war im Laufe seiner über dreißig Jahre währenden Sammlertätigkeit stets mehr als ein Sammler, arbeitete er doch eng mit Künstler*innen der wichtigsten avantgardistischen Bewegungen seiner Zeit zusammen wie dem Fluxus, Wiener Aktionismus, Zaj, Lettrismus, der Konkreten Poesie, Visuellen Poesie, Lautpoesie und Gorgona. Seine Sammlung, die sich gegenwärtig in Berlin befindet, umfasst 3000 Sammlungsstücke von über 150 Künstler*innen, darunter Kunstwerke, Dokumente, Editionen und persönliche Gegenstände.
Begleitend zur Ausstellung findet im Edizioni Conz Raum im Vorderhaus der KW das fortlaufende Projekt COPY SHOP statt. COPY SHOP entsteht in Zusammenarbeit zwischen dem Archivo Conz und Filip Berg und untersucht die Idee der Multiples, kombiniert mit jener der Produktion von Merchandise. Ausgehend von den Arbeiten der Künstler*innen George Brecht, Astrid Furnival und John Giorno, deren Werke in tragbare Multiples übersetzt werden, können Besucher*innen einzelne künstlerische Merchandise-Artikel erwerben – und so den Kerngedanken der Fluxus-Bewegung weitertragen: Kunst muss zugänglich und erhältlich sein für alle.
Kurator*innen: Gigiotto Del Vecchio, Stefania Palumbo
Kuratorische Assistenz: Sabrina Herrmann, Mariamargherita Maceli
Teil des Projekts: Pause–Reihe
Die Pause–Reihe der KW Institute for Contemporary Art ermöglichte eine kurze, tiefe Auseinandersetzung mit einzelnen künstlerischen Positionen, um Verbindungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufzuzeigen und zu hinterfragen. Eine Pause agierte als Unterbrechung des laufenden Programms der KW und markiert den Übergang zwischen zwei Ausstellungszyklen. Bei den im Rahmen der Reihe präsentierten Projekten, die sich mit diesem Zwischenzustand auseinandersetzten, handelte es sich überwiegend um Auftragsarbeiten oder überarbeitete Werke, die zwischen Performance, Installation, Video und Klangarbeit wechseln oder diese sogar miteinander verweben.
Überblick
2017–2024
Pause: Billy Bultheel & James Richards
Workers in Song
7–9 June 24
Pause: The Noa Eshkol Chamber Dance Group
25/27 August 23
Pause: Alexis Blake
Crack Nerve Boogie Swerve
27–29 January 23
Pause: Lydia Ourahmane
sync
1–2 October 22
Pause: Tobias Spichtig
Die Matratzen
19–23 January 22
Pause: Michele Rizzo
REACHING
1–3 October 21
Pause: Every Ocean Hughes
Help the Dead
24–25 August 19
Pause: Emma Hedditch
+49 30 243459-53
18–19 May 19
Pause: Jimmy Robert (After Ian White)
Joie noire
19–20 January 19
Pause: Evelyn Taocheng Wang
What is he afraid of?
27–30 September 18
Pause: AA Bronson
Garten der Lüste
26–29 April 18
Pause: Ericka Beckman
Super-8 Trilogy
18–21 January 18
Pause: Margaret Honda
Spectrum Reverse Spectrum
18–20 August 17
Pause: Anthony McCall
Line Describing a Cone
27–30 April 17