Kat Anderson, Episodes of Horror: Gestures, 2018.
Lichtspiele:
Kat Anderson’s Episodes of Horror
Gestures
Datum
Do, 01.03.18
Uhrzeit
18:00–20:30
Ort
Eintritt
frei
Anmeldung
Bitte melden Sie sich im Voraus unter bobspogobar@kw-berlin.de an.
Betreten auf eigene Gefahr.
Bitte beachten Sie, dass diese Videoinstallation im Loop präsentiert wird und zwischen 20.30 Uhr und 23 Uhr jederzeit betreten werden kann.
Lichtspiele präsentiert die zweite Installation von Episodes of Horror – eine mehrteilige Untersuchung von Künstlerin und Kuratorin Kat Anderson zu Falschdarstellungen von Schwarzem Trauma und unmittelbar erlebten Traumata Schwarzer Menschen. Die zweite Ausgabe von Episodes zeigt die Premiere von Andersons Gestures, ein umfangreiches, visuelles Glossar über den Schwarzen Körper im Horrorfilm.
„Gesten sind immer eindeutig (indem eine Handlung stattfindet). Die Abbildung einer Geste ist jedoch bereits durch den Regisseur kodiert und wird vom Zuschauer (subjektiv) entschlüsselt“, so Anderson. „Man betrachte nur die Bilder, mit denen in der westlichen Lesart die Darstellung von Horror assoziiert wird und die in Zeugenaussagen im tatsächlichen Leben Verwendung finden, um die Aktionen Schwarzer Menschen oder die (als rational verstandene) Reaktion weißer Menschen auf besagte Schwarze Person zu beschreiben.“
Gestures ist eine Zwei-Kanal-Videoinstallation, die Handlungen, die Bezug nehmen auf eine drohende Gefahr, miteinander verschmelzen lässt. Gezeigt werden Filmaufnahmen von den 1930er Jahren bis heute, die das fortwährende Versagen dominanter, omnipräsenter, westlicher Repräsentationen offenlegen und damit über die Darstellung Schwarzer Menschen als tödliche und gesellschaftliche Gefahr für die weiße Bevölkerung hinausgehen – sowohl auf der Leinwand als auch in der Realität. Selbst beim Versuch, bedrohlichen Situationen zu entkommen, werden Schwarze Menschen nach wie vor als Gefahr wahrgenommen, obschon sie selbst nur dem Tod entfliehen wollen.
Kat Anderson ist Künstlerin, Kuratorin und Produzentin aus dem Vereinigten Königreich. Anderson beschäftigt sich mit der Politik Schwarzer Diaspora, mit Schwarzem Trauma und mentaler Gesundheit. Anderson erhielt kürzlich ein Stipendium für Beyond the Fame, ein 22-monatiges Weiterbildungsprogramm des Kurators David A. Bailey und des International Curators Forum. Von 2015 bis 2016 ko-kuratierte Anderson Jamaican Pulse: Art and Politics from Jamaica and the Diaspora für die Royal West of England Academy. Jamaican Pulse war ein Projekt des National Portfolio / Art Council England, das sowohl eine große Gruppenausstellung zeitgenössischer Kunst aus Jamaika, Nordamerika und dem Vereinigten Königreich als auch eine Reihe von KünstlerInnen-Residencies und Auftragsarbeiten umfasste. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der National Gallery of Jamaica (JM), Jamaican High Commission (JM) und dem Bluecoat Art Centre, Liverpool (GB) entwickelt.
Episodes of Horror wird unterstützt vom Arts Council England und vom Artists’ International Development Fund des British Council.
Teil des Projekts: Lichtspiele
Lichtspiele war KWs neue intime Screening- und Performanceserie, die in der Pogo Bar präsentiert wird. Das monographische Programm präsentierte im Dialog mit KünstlerInnen und dem Publikum künstlerische Arbeiten und findet jeweils am Beginn jeden Monats statt.
Kurator*innen: Mason Leaver-Yap.
Überblick
2017–2018
The Wooster Group:
Rumstick Road
6. Dezember 18
Jamie Crewe:
Bucolic Coda
1. November 18
Leon Filter:
MUMMYTHEDADDY
5. April 18
Kat Anderson’s Episodes of Horror:
Gestures
1. März 18
Kat Anderson’s Episodes of Horror:
Gudo: A Wounded Spectacle, mit Skye Skyetshookii
1. Februar 18
A Farewell to Progress
7. Dezember 17
Brett Story:
The Prison in Twelve Landscapes (2016)
2. November 17
Linda Goode Bryant und Laura Poitras:
Flag Wars (2003)
5. Oktober 17
Evan Ifekoya:
She was a full body speaker standing tall in the corner of the room, “West End Angel Of Love Teacher For My It Girl” plays in the background
6. Juli 17
Ellen Cantor:
Pinochet Porn
7. Juni 17
MYSTI:
I might simply drift past you… a hiccup in purple… a careless cocksuck with no contact info… memory without name.
11. Mai 17
Charlotte Prodger:
BRIDGIT
9. März 17
Jamie Crewe:
Potash Lesson
9. Februar 17