Vortrag

REALTY:
Resolution 3: Städtische Selbstverwaltung (Teheran)

Datum

Sa, 21.04.18

Uhrzeit

17:00

Ort

Studio, Vorderhaus, 1. Obergeschoss

Sprache

en

Der Vortrag des in Teheran lebenden Künstlers und Architekten Homayoun Sirizi untersucht die Geschichte der städtischen „Shora-ye Shahr”-Strukturen im Iran. Kurz nach der Revolution 1979 wurde das lokale Verwaltungsgefüge angesichts der zunehmenden demokratischen Kontrolle der EinwohnerInnen neu organisiert. Wie bei vielen anderen Geschehnissen nahmen die Dinge in den 1980er Jahren jedoch eine komplizierte Wendung.

Die Forschung Siziris ist heute von besonderer Bedeutung, da emanzipatorische Ideen lokaler Stadtverwaltungen – in Gestalt sogenannten „New Municipalism“ (Neue Städtische Selbstverwaltung) – in Europa zunehmen. Mithilfe internationaler Vergleiche strebt das Programm von REALTY danach, eine globale Perspektive im Rahmen des Gentrifizierungsdiskurses zu ermöglichen. Ungleiche Stadtentwicklung ist nicht nur eine globale Bestie; so müssen auch jegliche Lösungsansätze der zeitgenössischen Kunst universell sein. Internationale Plattformen stellen hierbei das wesentliche Potenzial dar.

Als Gesprächspartner von Sirizi nimmt die Architektin und Forscherin Niloufar Tajeri vom Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt (GTAS) der TU Braunschweig (DE) teil. Aus diesem Anlass kollaboriert REALTY mit Shifting Panoramas – einem Forschungs- und Austauschprojekt zwischen Berlin und Teheran. Shifting Panoramas wird kuratiert von Solmaz Shahbazi und Azar Mahmoudian, worin auch Beiträge von Sirizi und Tajeri gezeigt werden. Dabei werden Unterschiede sowie Ähnlichkeiten verschiedener Hauptstädte anhand einer Reihe von Events in beiden Städten untersucht.

Teil des Projekts: REALTY

Das Projekt REALTY setzte sich mit der Rolle zeitgenössischer Kunst in jüngeren Fällen von Gentrifizierung auseinander. Heutzutage scheint es, als würde ein/e KünstlerIn, ein Ort, ein Modell nach dem anderen als Teil des Problems entlarvt werden. Wir werden jedoch nicht erneut die Unzulänglichkeiten der Kunst erörtern. Vielmehr stellte REALTY die Frage, wie das internationale Spielfeld der Kunst besser genutzt werden könnte. Das Projekt beharrte darauf, über die Kritik hinauszugehen und sich dem Versuch produktiver Modelle zuzuwenden, so vage und naiv diese auch sein mögen. Die erste Phase von REALTY begonn im Oktober 2017 in den KW mit einer Reihe von Vorträgen, Workshops und Filmvorführungen. Das Projekt wurde konzipiert von Tirdad Zolghadr, Assoziierter Kurator der KW, und wurde im Auftrag der KW und der Sommerakademie Paul Klee in Bern umgesetzt.

Kurator: Tirdad Zolghadr
Kuratorische Assistenz: Sabrina Herrmann

Das Projekt REALTY wurde gefördert durch Mittel der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin.

Überblick
2017–2022

Ethik als Autorenschaft –
 Eine vorläufige Studie institutioneller Machtstrukturen

18. Dezember 18

Verstetigungsstrategien: Fallstudie ZK/U
8. Dezember 18

STATECRAFT
14.–18. November 18

SPACECRAFT
8.–13. November 18
Larissa Fassler

Emotional Blackmail
2.–12. November 18

Gentrify GIF/Realty
23. Juni 18, 14 Uhr

Resolution 3: Municipalism (Tehran)
22. April 18, 17 Uhr

Open Heart Surgery
9. April 18, 14 Uhr

2nd Working meeting: Kunstbloc and beyond
4. April 18, 18 Uhr

Resolution 2: Triple TV Propaganda
18. März 18, 15 Uhr

Resolution 1: Don’t Move!
17. März 18, 15 Uhr

Workshop
5. Oktober 17, 14 Uhr

Linda Goode Bryant and Laura Poitras: Flag Wars (2003)
5. Oktober 17, 20.30 Uhr

Dellbrügge & de Moll on below papers
4. Oktober 17, 19 Uhr

Hausgeist
3. Oktober 17, 18 Uhr

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