Heinz-Brandt-Schule

Die Heinz-Brandt-Schule ist seit langem eine Kooperationspartnerin der KW. Seit 2011 ist die Schule Teil des Programms Kulturagente für kreative Schule Berlin, das die wichtige Rolle der künstlerischen Bildung innerhalb der Institution hervorhebt. Derzeit verbringen Gruppen von Schüler*innen aus verschiedenen Klassen zwei- bis dreimal im Jahr eine Woche bei KW, wo sie sich intensiv mit den Ausstellungen auseinandersetzen und gleichzeitig eigene kreative Ideen entwickeln. Diese Gruppen werden von Kunstpädagog*innen begleitet und unterstützt. Am Ende jeder Workshop-Woche präsentieren die Schüler*innen ihre Arbeiten am letzten Workshop-Tag in der Schule.

Während der Workshops erkunden die Schüler*innen Kunst, ästhetische und künstlerische Techniken. Sie führen Diskussionen über gesellschaftliche Themen und profitieren von kooperativem Lernen in einer neuen und inspirierenden Umgebung.

Die Heinz-Brandt-Schule nahm auch am langfristigen Projekt Wenn Bildung zu Kunst wird teil, das in Zusammenarbeit mit anderen Kooperationspartnern organisiert und bei der KW ausgerichtet wurde.

When Education turns to Art 

When Education Turns to Art war ein Projekt, das von 2014 bis 2017 lief. Im Rahmen dieser kollaborativen Initiative übernahmen Schüler*innen der Heinz-Brandt-Schule die Rolle der „Kunst-Scouts“ und fungierten als Kunstvermittler*innen, um eigene thematische und experimentelle Workshops zu entwickeln. Diese Formate integrierten Ideen und Themen aus laufenden Ausstellungen bei der KW und wurden in Zusammenarbeit mit Künstler*innen und Studierenden der Weißensee Kunsthochschule Berlin erstellt. An ihren festgelegten Besuchstagen luden die Schüler*innen bis zu 400 Mitschüler*innen der Heinz-Brandt-Schule ein, an den Workshops teilzunehmen. Die Ergebnisse wurden im Ausstellungskontext der KW präsentiert und auf Online-Plattformen wie Instagram sowie auf einer eigens eingerichteten Projekt-Website geteilt.

Im Verlauf von When Education Turns to Art besuchten die Schüler*innen eine Vielzahl von Ausstellungen unterschiedlicher Künstler*innen, darunter Hanne Lippard, Ian Wilson und Kate Cooper sowie Gruppenausstellungen wie Fire and Forget und die 9. Berlin Biennale. Über die drei Jahre hinweg entstand eine Website, es wurden Videos gefilmt und temporäre Interventionen im gesamten Gebäude geschaffen. Tanz- und Performance-Workshops betonten außerdem den Körper als zentrales Element der künstlerischen Auseinandersetzung.

Das Projekt konzentrierte sich darauf, die Teilnehmer*innen zu aktivieren und sie dazu zu ermutigen, ihre persönlichen Perspektiven im Kontext zeitgenössischer Kunst zu erforschen. Dieser Dialog war wechselseitig – er erweiterte das Verständnis der Institution von Kunst und vermittelte den Schüler*innen zugleich eine Grundlage in zeitgenössischer Kunstpraxis. Unabhängig vom Medium oder der Technik verfolgte das Projekt das Ziel, eine bedeutungsvolle und bereichernde Erfahrung von Kunst und Ausstellungsräumen durch intergenerationellen und gesellschaftsübergreifenden Austausch, das Entdecken persönlicher Verbindungen und die Entwicklung kreativer Ausdrucksformen in der eigenen Stimme der Schüler*innen zu fördern.

Initiatve und Konzept von Mona Jas

When Education turns to Art ist ein Projekt der kooperierenden Partner KW Institute for Contemporary Art, Heinz-Brandt-Schule, weißensee kunsthochschule berlin, Jugendkunstschule Pankow, RAA Berlin und des Kunstvermittlungs-Kollektivs a7. außeneinsatz. Das Projekt wurde im Rahmen von Künste öffnen Welten entwickelt – einem Programm des Bundesverbands Kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche im Rahmen von Kultur macht stark des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Es wird ermöglicht durch das Landesprogramm Kulturagenten für kreative Schulen Berlin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS).

Projektwoche, 2025; Foto: Mark Luis.

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Kontakt

Alexia Manzano
am@kw-berlin.de

Fotografie Workshop, 2023. Foto: Frank Sperling.