SpaceKraft, 2023; Foto: Frank Sperling.
Hemingway-Schule
Die Hemingway-Schule ist nur wenige Gehminuten von den KW entfernt. Diese langjährige Zusammenarbeit hat im Laufe der Jahre verschiedene Formen angenommen, darunter Workshops, wöchentliche Kurse (AGs), Outdoor- und Indoor-Projekte sowie Kooperationen mit dem Jugendclub New Way, der im gleichen Gebäude untergebracht ist.
SpaceKraft (2020–2023)
SpaceKraft war ein Kooperationsprojekt, das von 2020 bis 2023 stattfand. Von Anfang an untersuchte es, wie wir miteinander in Verbindung treten—sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft—und wie wir Räume für Begegnung und Teilhabe schaffen können. Im Rahmen des Projekts besuchten Studierende ausgewählte Räume in Berlin-Mitte und verbanden sie mit Orten, die noch keine zentrale Rolle in ihrem Alltag spielten: Schulen, Straßen, Parks, Museen und Erinnerungsorte. Gemeinsam stellten sie Fragen wie: Was definiert einen Raum, der schützt, einlädt oder ausschließt? Wo befinden sich diese Räume? Welche Gefühle verbinden wir mit ihnen? Können sie sich vermischen oder tarnen? Und wie können wir in Zukunft neue Räume mit unseren eigenen Geschichten besetzen und sogar mitgestalten?
Basierend auf experimentellen Methoden aus Kunst, Design und Architektur folgte SpaceKraft einem „Learning-by-Doing“-Ansatz, der kollaborative Arbeitsmodelle, Nachhaltigkeit und urbane Regeneration betonte. Durch praktische Handlungen der Raumaneignung wurden die Studierenden befähigt, wesentliche Lebenskompetenzen zu erwerben.
Mobile Werkbank
2020–2021 haben sich Schüler*innen (7.–9. Jahrgang der Hemingway Schule Berlin) künstlerisch damit beschäftigt, Räume anzueignen, für sich zu entdecken und aktiv nach ihren Bedürfnissen mit einer selbst gebauten mobilen Werkbank zu gestalten. Durch SpaceKraft wird Baukultur erprobt und erfahrbar.
Space-Kraft, 2022; Foto: Valerie Schmidt.
Projekt Space-Kraft, Hemingway-Schule, 2022. Foto: Valerie Schmidt.
Draußen-Klassenraum
Im Schuljahr 2021–2022, wurde mit SpaceKraft die handwerkliche Arbeit in der Werkstatt mit dem Schulgarten verknüpft und ein Draußen-Klassenraum als Co-Habitat kollaborativ entworfen, gebaut und mitgestaltet. Ein Raum ohne Dach oder Wände, aber zwischen Pflanzen und Insekten, den Bewohner*innen des Schulgartens. Ein Raum für alle zugänglich zum Lernen und Austauschen. Gemeinsam wurden 30 Sitzhockern gebaut, die modulare und flexible Sitzgelegenheiten anbieten.
Draußen-Klassenraum, 2022; Foto: Valerie Schmidt.
Projekt Draußen-Klassenraum, Hemingway-Schule, 2022. Foto: Valerie Schmidt.
Mobiles Haus
Im Laufe des Schuljahres 2022–2023 wurden die Verbindungen zur Nachbarschaft, zu den KW und zu Berlin Mitte mit SpaceKraft erkundet. Die entworfenen architektonischen Module folgen den Ideen des Reuse und Recyclings, um eine Kontaktfläche zwischen den einzelnen Stadträumen und ihren Menschen zu erzeugen. Materialkreisläufe wurden praktisch erfahren, Materialien wiederverwendet, bestehende Strukturen wurden umgebaut, weiterentwickelt und daraus ist ein „mobiles Haus“ entstanden.
Das mobile Haus verändert die Position der Schüler*innen im Stadtraum, sie werden zu Macher*innen, zu Köch*innen, zu Ausruhenden und vor allem zu Einladenden in ihr Haus. Das mobile Haus wurde in der Schule, in der Nachbarschaft, im Park und in den KW aktiviert und diente als Raum der Begegnung und des Austauschs.
Draußen-Klassenraum, 2022; Foto: Valerie Schmidt.
Projekt Draußen-Klassenraum, Hemingway-Schule, 2022. Foto: Valerie Schmidt.
Draußen-Klassenraum, 2022; Foto: Valerie Schmidt.
Projekt Draußen-Klassenraum, Hemingway-Schule, 2022. Foto: Valerie Schmidt.
Space-Kraft, 2022; Foto: Valerie Schmidt.
Projekt Space-Kraft, Hemingway-Schule, 2022. Foto: Valerie Schmidt.
Eine Kooperation zwischen KW Institute for Contemporary Art, forty five degrees, Hemingway-Schule Berlin-Mitte und Stiftung SPI.
Künstlerische Leitung:
Alkistis Thomidou, Lena Wegmann.
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Kontakt
Alexia Manzano
am@kw-berlin.de
Das Projekt wurde 2021–2022 vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung gefördert.