Universität der Künste Berlin: Werkstattseminar – Kazuko Miyamoto
Connecting over Bridges

Im Rahmen der Ausstellung Kazuko Miyamoto – String Constructions, zu sehen vom 31. Oktober 2025 – 18. Januar 2026, kooperieren die KW Institute for Contemporary Art mit der Universität der Künste Berlin. Das Seminar und Kooperationsprojekt Connecting over Bridges wird zum Ausgangspunkt für die gemeinsame Produktion eines Werkes für die Ausstellung.

Connecting over Bridges — Studie zu Bridges von Kazuko Miyamoto, 2025. Eine Dokumentation von Julia Kafizova und Yoon Park

Miyamotos string constructions sind zwei- und dreidimensionale Skulpturen aus Baumwollfäden, welche durch eine aufwändige manuelle Konstruktion aus wiederholbaren, aber einzigartigen Handgriffen – Markieren, Nageln, Verknoten und Verknüpfen von Hunderten von Fäden – entstehen. In den 1970er und 1980er-Jahren entwickelte Kazuko Miyamoto viele ihrer Arbeiten im Rahmen der von und für (ausschließlich) weiblich identifizierende Künstlerinnen betriebenen A.I.R. Gallery in New Yorks Stadtteil SoHo. Bis heute setzt sie sich für feministische und kollektive Arbeitsweisen ein. Die Ausstellung String Constructions erstreckt sich über drei Stockwerke und den Innenhof der KW. Ihre Arbeiten werden alle gemäß dem Werkkonzept vor Ort in den KW produziert.

UdK Werkstattseminar, 2025; Foto: KW Institute for Contemporary Art. 

Im Rahmen des Seminars rekonstruieren Studierende der UdK Arbeiten der Künstlerin – Brücken aus Seilen und Holz, die ursprünglich 1982 im Bryant Park in New York installiert wurden. Sie produzieren diese ortsspezifisch für den Hof der KW, wo sie während der Ausstellungslaufzeit zu sehen sind. Der kollaborative Prozess der Produktion ist dem Werk immanent. Für die Produktion der Werke sammeln die Studierenden natürliches Material wie Äste in der Umgebung Berlins, transportieren diese mit einem Schiff in die Berliner Innenstadt zu den KW. Im Rahmen des Kooperationsprojekts und Werkstattseminars recherchieren die Studierenden anhand von dokumentarischen Fotos die Bauweise von Miyamotos Werken und rekonstruieren diese in den darauffolgenden Tagen in den KW, wo sie anschließend an das Aufbauteam zur Aufhängung übergeben werden.

UdK Werkstattseminar, 2025; Foto: KW Institute for Contemporary Art. 

Neben der Rekonstruktion von Miyamotos Werken für die Ausstellung nutzen die Studierenden das Erlernte und Erfahrene für eine experimentelle Auseinandersetzung in der eigenen künstlerischen Praxis. Ausgehend von Miyamotos Arbeitsweise können vielfältige kunsttheoretische, formalästhetische oder politische Anknüpfungspunkte weiterverfolgt werden. Die entstandenen eigenen Arbeiten der Studierenden werden in der letzten Woche der Ausstellungslaufzeit im Januar 2026 im Vermittlungsraum der KW präsentiert.

Im Rahmen dieses Projektes erhalten die Studierenden Einblick in die Arbeitsweise verschiedener Abteilungen des Hauses und in institutionelle Prozesse für die Produktion einer Ausstellung.

UdK Werkstattseminar, 2025; Foto: KW Institute for Contemporary Art. 

Studierende:

Kaivalya Brewerton, Lucas Dudeck, Luis Fritz, Julia Kafizova, Jiwoo Lee, Jusun Lee, Paula Oltmann, Yoon Park, Alexandra Ravkina, Sarah Schroth, Katia Lina Sternel und Franz Warnke

UdK Werkstattseminar, 2025; Foto: KW Institute for Contemporary Art. 

Seminarleitung:

Akiko Bernhöft, Kuratorin, Prüfungs- und Ausstellungsorganisation, Universität der Künste Berlin
Sarah Kamender, Leitung Holzwerkstatt, Universität der Künste Berlin
Miriam Döring, Projektassistenz

Projektleitung KW:

Alexia Manzano, Leitung Bildung und Vermittlung

Kazuko Miyamoto und UdK, 1985/2025; Foto: Frank Sperling.

Mit Dank an:

Silvia Knöfel-Mos, Försterin, Schmöckwitz
Hiltrud Barz, Waldpädagogin, Schmetterlingshorst
Frank Wendler und alle weitere Mitarbeiter*innen des Schmetterlingshorst
Anna Etteldorf, Presse / Kommunikation künstlerische Vorhaben, UdK
Dr. Bettina Knaup, Freie Kuratorin und Autorin
Sarah Kamender, Haferdampfer Hansa
Esra Nagel

In Kooperation mit