Dyke TV
Incite, Subvert, Organize, and Provoke – Volume 2

 

25. Juli 19, 21 Uhr

Ort: Innenhof der KW

Bitte melden Sie sich im Voraus unter pogobar@kw-berlin.de an.

 

Diese Veranstaltung ist all-gender-inclusive.

Mit Neda Sanai (Künstlerin, DJane)

 

<p>Dyke TV-Parodie einer Anti-Abtreibungskampagne mit dem Titel <em>Life. What a Beautiful Choice</em>., Courtesy Dyke TV</p>

Dyke TV-Parodie einer Anti-Abtreibungskampagne mit dem Titel Life. What a Beautiful Choice., Courtesy Dyke TV

 

You’re watching Dyke TV, television to incite, subvert, organize, and provoke – mit diesen Worten nahm Dyke TV 1993 ihren Anfang: eine TV-Sendung von und für lesbische und LGBTQI-Communities und -Themen in den USA. Bis zur Einstellung 2005 lief das Programm zeitweise auf 78 öffentlichen Fernsehstationen. Von Ana Maria Simo, Linda Chapman und Mary Patierno in New York gegründet, wurde Dyke TV durch die freiwillige kollaborative Arbeit eines Netzwerks von Hunderten von Kollaborateur*innen produziert und stärkte wesentlich die Sichtbarkeit lesbischer Geschichte, lesbischen Alltags und Aktivismus sowie internationaler LGBTQI-Themen. Dyke TV war ein DIY-Format, das dazu ermutigte, selbst die Kamera in die Hand zu nehmen und Beiträge einzureichen. Zu den frühen Gästen und Kollaborateur*innen gehörten viele Künstlerinnen, Filmemacherinnen und Schriftstellerinnen der Zeit und solche, die dem Mainstream-Publikum erst später bekannt werden sollten u. a. Dorothy Allison, Ellen Cantor, Nicole Eisenman, Cheryl Dunye, Su Friedrich, Barbara Hammer, Yvonne Rainer, Sarah Schulman, Pamela Sneed etc.

 

Die Inhalte reichten von der Ermordung Brandon Teenas über den neuesten Madonna-Sex-Gossip bis zu den alltäglichen Freuden und Sorgen von Gay-Cowgirls, -Immigrantinnen, -Athletinnen, -Polizistinnen und -Künstlerinnen. Angelehnt an das Format von Magazinsendungen setzen sich die jeweils etwa 30-minütigen Broadcasts aus Rubriken zusammen wie Lesbian Health, Workplace, Eyewitness, Sports, Arts und dem Publikumsliebling I Was A Lesbian Child, in dem, ausgehend von Kindheitsfotos, Coming-Out- und Coming-of-Age-Geschichten lesbischer Identität erzählt werden.

 

Das zweite Screening in der Pogo Bar präsentiert eine neue Auswahl an Best-of-Beiträgen aus den ersten zwei Jahren (1993–1994).

 

Besonderer Dank an Ainara Tiefenthäler für den Zugang zum Dyke TV-Archiv und für das Bereitstellen der Videoclips

 

Pogo Bar