Luiz Roque
Performance:
Mean Time
mit Amina Szecsödy

 

14. September 24, 14 und 18 Uhr

 

In englischer Sprache

Ort: KW 4. OG

Anmeldung unter reservation@kw-berlin.de

 

<p>Amina Szecsödy, <em>Mean Time</em>, Foto: Nemo Hinders</p>

Amina Szecsödy, Mean Time, Foto: Nemo Hinders

 

Mean Time ist eine Solo-Performance der Künstlerin Amina Szecsödy, die sich um das emanzipatorische Potenzial sowie den möglichen Missbrauch von Wörtern dreht. Die Protagonistin des Stückes, ein weibliches Orakel, spannt mittels Sprache und Gesang ein undurchsichtiges Netz von Prophezeiungen. Das Orakel selbst ist eine zwiespältige Figur, die zwischen Handlungsfähigkeit und Selbstverleugnung oszilliert: einerseits verschafft sie durch weise Prophezeiungen den Zugang zu einer Zukunft, andererseits ist sie eine rasende und besessene Frau, die oft in Rätseln spricht.

 

Die Performance ist eine Fortsetzung von Amina Szecsödys Recherchen zu historischen Vorstellungen des weiblichen* Körpers und der weiblich gelesenen Stimme, wobei sie deren Ausbeutung und Unterdrückung gegen ihren subversiven Ausdruck als Saboteurin herrschender Machtstrukturen stellt. Indem sie Fragmente von Zitaten, Gesprächen, Klängen und Zeitungsartikeln zusammensetzt und hybridisiert, befragt und verdreht sie die Stimmen der jüngsten Vergangenheit, der unmittelbaren Gegenwart und einer monströsen Zukunft.

 

Die Performance ist eine Neuaufführung und wird im Rahmen der Berlin Art Week 2024 präsentiert.

 

Amina Szecsödy (* 1995, SE/BE) arbeitet in den Bereichen Theater, Choreografie und bildende Kunst. In ihrer Arbeit verwendet sie Text, Sound und Körper, um mit Elementen aus Popkultur, Zeitungsartikel, Kino und Mythenbildung zu arbeiten. Sie bearbeitet, schneidet und fügt dissonante Stimmen und Phänomene aus der Vergangenheit und der Zukunft in die unmittelbare Gegenwart ein. Durch diesen Prozess des „Abziehens“, oder „Absaugens“, wie sie es nennt, entwickelt Szecsödy neue Komplexitäten und Kombinationen von Sprache und Gesten. Szecsödy studierte Darstellende Kunst an der Theaterakademie Malmö und schloss ihren Master in Choreografie und Performance an der Universität Gießen ab. Zu ihren jüngsten Arbeiten und Kollaborationen gehören SHIATSU (Accelerator) Shadow Text (KAAP, Kunstencentrum Buda, Fondation Perdu & ARGOS centre for audiovisual arts) Mean Time (rile* books, ToR Art Space & Konträr) Operators (Künstlerhaus Mousonturm) das Auftragsstück Ge mig en fast punkt och jag ska rubba jorden (Teater Västernorrland), Rear Windows (Deutsches Filminstitut Frankfurt) Echoes of you(s) (Künstlerhaus Mousonturm, Senckenberg Museum & WELD), RAUBKOPIE (Künstlerhaus Mousonturm & Thalia Theater, nominiert für Körber Studio für Junge Regie). Amina arbeitet mit Künstler*innen wie Myriam Lefkowitz, Nikima Jagudajev, Luis Garay, Eoghan Ryan und Chloe Chignell zusammen.

 

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Im Rahmen der Berlin Art Week