Pause:
Every Ocean Hughes
Help the Dead
(After Ian White)

 

24. August 19, 17 und 19 Uhr 

25. August 19, 17 Uhr 

Ort: Halle

Eintritt: 5 € / ermäßigt 3 €

In englischer Sprache

 

Tickets sind online und am Counter erhältlich. Wegen der begrenzten Platzanzahl empfehlen wir, Tickets vorab zu kaufen. Kein späterer Einlass möglich.

 

 

<p>Every Ocean Hughes und Bryce Wilner, <em>Help the Dead</em>, 2019</p>

Every Ocean Hughes und Bryce Wilner, Help the Dead, 2019

 

Die in Stockholm lebende Künstlerin Every Ocean Hughes thematisiert in ihrer neuen Live Art-Performance Help the Dead die Freiheit zur Selbstbestimmung, die Fantasie von Kontinuität sowie das Abstrakte des Todes. Help the Dead – teils Konzert, teils Theater – vereint die Inspirationen zahlreicher Workshops, an denen die Künstlerin in den letzten zwei Jahren teilgenommen hat und in deren Rahmen sie sich zur Sterbebegleiterin ausbilden ließ. Dort erlernte sie unter anderem, wie Totenversorgung und Beerdigungen zu Hause durchzuführen sind. Help the Dead untersucht den „queeren Tod“, gegenseitige Hilfe sowie die Sozialität des Überlebens und Todes in der heutigen Zeit. 

 

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Every Ocean Hughes (EOH), vormals Emily Roysdon (*1977), ist eine in Stockholm interdisziplinär arbeitende Künstlerin und Schriftstellerin. EOHs aktuelle Projekte finden in Form von Live Art-Performances sowie mittels Fotografie, Druckgrafik, Text, Video und Kuration statt. Sie ist Herausgeberin und Mitbegründerin des queerfeministischen Magazins und Künstler*innenkollektivs LTTR. EOH blickt auf zahlreiche Kollaborationen zurück, verfasste Texte für The Knife, JD Samson & MEN und designte Kostüme für Levi Gonzalez, Vanessa Anspaugh, Faye Driscoll und Le Tigre. 2019–2020 ist EOH Fellow am Radcliffe Institute for Advanced Study der Harvard University, Cambridge (US). 

 

Help the Dead ist die letzte Veranstaltung der dreiteiligen Pause-Reihe, die dem verstorbenen Künstler Ian White (1971–2013) gewidmet ist. Als in London und Berlin lebender Künstler, Performer, Kurator, Lehrer und Autor reagierte White in seiner Arbeit kritisch auf die Rolle institutioneller Infrastrukturen in der Kunstproduktion. Seine Arbeit befasste sich oft mit der Frage, wie die Beschränkungen dieser Infrastrukturen durch Momente öffentlicher Performance offengelegt, auf die Probe gestellt und aufgebrochen werden können. Das Pause-Programm 2019 bezieht mit Jimmy Robert, Emma Hedditch und Every Ocean Hughes drei von Whites Wegbegleiter*innen und Kollaborateur*innen ein und erkundet, welchen Einfluss ihr gemeinsames Werk und Whites Nachlass weiterhin auf zeitgenössische Performances und zeitbasierte Formen der Zusammenarbeit haben.

 

Help the Dead entsteht in Zusammenarbeit mit Volt, Bergen (NO) und wird gefördert von Konstnärsnämnden, Stockholm, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD und dem Hammer Museum, Los Angeles (US).

 

Die Pause-Reihe ist Teil von Reflect-Suspend-Dismantle, einem einjährigen Programm rund um die Arbeit von Ian White, das 2019 an verschiedenen Orten in Berlin stattfindet. Pause entsteht in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Kirsty Bell und dem Nachlass von Ian White, dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst sowie dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD.

 

Kurator*in: Mason Leaver-Yap