Pause: Tobias Spichtig
Die Matratzen
19. – 23. Januar 22

 
<p>Tobias Spichtig, Die Matratzen, 2016. Courtesy der Künstler und Jan Kaps, Köln, Foto: Mareike Tocha</p>

Tobias Spichtig, Die Matratzen, 2016. Courtesy der Künstler und Jan Kaps, Köln, Foto: Mareike Tocha

 

Im Rahmen der Serie Pause haben die KW den Künstler Tobias Spichtig (*1982, CH) eingeladen, seine Installation Die Matratzen zu präsentieren. In dieser Ausstellung wird der gesamte Boden der Haupthalle der KW mit gebrauchten Matratzen unterschiedlicher Größe ausgelegt, die mit benutzten Bettlaken aus dem Umfeld des Künstlers und Kurators bespannt werden. Sie dienen als Trägermaterial und Katalysatoren von Geschichten, die auf intimste Momente verweisen. Mit ihren verschiedenfarbigen Laken erinnert die Installation an ein abstraktes Gemälde, das sich im Zuge der Begegnung mit den Besucher*innen zunehmend verändern wird. Die Matratzen hat eine Ausstellungsdauer von fünf Tagen. An jedem Abend werden die Besucher*innen eingeladen, sich auf den titelgebenden Matratzen zu versammeln, um den Lesungen der von Spichtig eingeladenen Autor*innen zu lauschen, darunter Rosa Aiello, Eric D. Clark, Calla Henkel, Karl Holmqvist, Pablo Larios, Ariane Müller, Tomás Nervi, Theresa Patzschke, Kristian Vistrup-Madsen und Pippin Wigglesworth-Weider. Spichtig nutzt die Lesungen, um, ähnlich wie beim Erzählen von Gutenachtgeschichten, den Raum zu verwandeln und verleiht der massiven Installation so eine intime Atmosphäre.

 

Tobias Spichtig arbeitet in seiner künstlerischen Praxis mit in unserer Konsumgesellschaft allgegenwärtigen, wenn auch bisweilen wenig beachteten oder bereits aufgegebenen Gegenständen. Dies können Kühlschränke sein, gebrauchte Möbel oder andere Relikte des Alltagslebens, Artefakte mit recycelten Materialien oder Motiven aus Werbung, Mode, Kunst oder Musik. Die Objekte seiner Wahl transportieren oftmals persönliche Geschichten, die sich aus ihrer unmittelbaren Verbindung zu seinem sozialen Netzwerk oder auch aus popkulturellen Referenzen ergeben. Spichtigs Werk umfasst hauptsächlich Malerei und Skulpturen, die er im Ausstellungsraum zu dramaturgischen Konstellationen arrangiert.

 

Kurator: Krist Gruijthuijsen

Kuratorische Assistenz: Linda Franken

 

Die Pause-Reihe fungiert als Unterbrechung des laufenden Programms und stellt anhand einzelner künstlerischer Arbeiten Verbindungen zwischen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft her. 

 

Mit freundlicher Unterstützung von Contemporary Fine Arts, Jan Kaps und Galerie Bernhard.