Pogo Bar:
Melanie Jame Wolf
Three Possibilities Walk into A Bar

 

9. Dezember 21, 21 Uhr – verschoben auf Frühjahr 2022

In englischer Sprache

Ort: KW, 4. OG

Anmeldung unter pogobar@kw-berlin.de

 

Gemäß der aktuellen Covid-19 Verordnungen gilt für alle KW-Veranstaltungen die 2G+ Regel (geimpft oder genesen sowie getestet). Darüber hinaus bitten wir Sie während des ganzen Events eine FFP-2 Maske zu tragen

 

<p>Melanie Jame Wolf, <em>Acts of Improbable Genius</em> (Filmstill), 2021. Zweikanaliges 4K-Video. 17 Minuten, 31 Sekunden. Courtesy die Künstlerin</p>

Melanie Jame Wolf, Acts of Improbable Genius (Filmstill), 2021. Zweikanaliges 4K-Video. 17 Minuten, 31 Sekunden. Courtesy die Künstlerin

 

Three Possibilities Walk into A Bar. A Lover, an Entertainer, and a Revolution wird veranstaltet von der Choreografin und bildenden Künstler*in Melanie Jame Wolf. An diesem Abend werden sie eine Auswahl ihrer jüngsten Filme zeigen, darunter Acts of Improbable Genius (2021) und Understudies (2021), die wiederum in Performances, ausgewählt aus neuen und existierenden Texten, eingebettet werden. Melanie Jame Wolf präsentieren ein Experiment mit meta-theatralem und kritischem Unterbau, der ihrer Praxis innewohnt: Performances, in denen es um Performance geht; Arbeiten, in denen es um Arbeit geht; Shows, in denen es um Shows geht.

 

Die Filme und Texte folgen Wolfs fortwährender Idee, Performance als Arbeit zu verstehen, die sich in künstlerischen, populären Unterhaltungs- und Alltagskontexten manifestiert. Sie dekonstruieren spezifische Methoden von Performance – darunter Imitation, Stand-Up, Proben –, um übergreifende politische und kulturelle Tendenzen kritisch zu hinterfragen.

 

Performance wird hier als eine Praktik des Überlebens verstanden, als eine Strategie für die Fluidität der Subjektivität. Indem sie Filme, Installation und Text als eine erweiterte choreografische Praxis betrachten, manifestiert sich Wolfs Arbeit entlang eines Kontinuums des Erhabenen und Lächerlichen. Indem sie sich oft der hyperstilisierten Pop-Ästhetik zuwenden, bieten sie Humor als Strategie an, um Kritik zuzulassen. Gleichzeitig ist es ihnen wichtig, die Möglichkeiten für einen  unterschwelligen und überraschenden Umgang mit Sprache zu erkunden.

 

Three Possibilities Walk into A Bar gleicht einem langen Anstoßen auf Formveränderung.

 

Melanie Jame Wolf arbeiten allein oder mit Freund*innen an interdisziplinären Stücken über Macht und den Fluss immateriellen Kapitals, dessen Verstrickungen sie in ihren Arbeiten in Galerien und  (Film-) Theatern untersuchen. Wolf kommen ursprünglich aus dem Bereich der zeitgenössischen Performance und arbeiten mit Text, Sound, Film, Choreografie und Textilien. Ihre Arbeiten befassen sich mit der Poetik und den Problemen von Geistern, Klasse, Pop, Sinnlichkeit, Geschlecht, Narratologie und dem Körper als politischem Rätsel.

 

Wolfs Arbeiten wurden u.a. ausgestellt im: HAU – Hebbel am Ufer, Berlin; Kiasma Museum of Contemporary Art, Helsinki; nGbK, Berlin; Künstlerhaus Bethanien, Berlin; The National 2019: New Australian Art Biennial; VAEFF Film Festival, New York; Arts Santa Monica; Schwules Museum, Berlin; Sophiensaele, Berlin; Münchener Kammerspiele; Theater Neumarkt, & Institute of Modern Art Brisbane. Residencies waren u. a. Cité Internationale des Arts, Paris; Obsidian Coast, Bradford-on-Avon/GB und Künstlerhaus Bethanien, Berlin.

 

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