Reza Abdoh
9. Februar – 5. Mai 19

 

Eröffnung: 8. Februar 19, 19 Uhr

 

<p><em>The Hip-Hop Waltz of Eurydice</em>, 1990. Skript und Regie: Reza Abdoh, Performance auf dem Sigma Festival, Bordeaux, 1992, Foto: Patrick Veyssière</p>

The Hip-Hop Waltz of Eurydice, 1990. Skript und Regie: Reza Abdoh, Performance auf dem Sigma Festival, Bordeaux, 1992, Foto: Patrick Veyssière

 

In Zusammenarbeit mit dem MoMA PS1 in New York präsentieren die KW eine Einzelausstellung des iranischen Theatermachers Reza Abdoh (1963–1995). Abdoh war für seine groß angelegten, experimentellen, konfrontativen und oft schockierenden Theaterproduktionen bekannt. Seine ästhetische Formsprache war unerbittlich, rücksichtslos erfinderisch und mannigfach inspiriert – von der Geschichte des avantgardistischen Theaters, Märchen, BDSM, Talkshows, Raves und Videokunst. In seinem mehr als zwölf Jahre umfassenden Schaffen brach Abdoh mit sämtlichen Parametern des Theaters und brachte seine Schauspieler und das Publikum oft an ihre Grenzen. Abdohs halluzinatorische Traumlandschaften waren eindringlich, seine Inszenierungen adressierten sprachgewaltig die bitteren politischen Realitäten seiner Zeit – vom staatlich sanktionierten Rassismus über die Weigerung der Reagan-Regierung, sich der AIDS-Krise anzunehmen bis hin zu den kriegerischen Auseinandersetzungen der Vereinigten Staaten.

 

Als Reza Abdoh 1995 im Alter von nur 32 Jahren an AIDS verstarb, galt er bereits als eine der bedeutendsten Figuren des amerikanischen Avantgarde-Theaters. Kurz vor seinem Tod verfügte er, dass seine Stücke nicht neu aufgeführt werden dürfen. Hinterlassenschaften seiner Arbeit sind bis heute auf alten Videokassetten zu finden, die noch immer als Inspirationsquelle unter experimentellen Theaterensembles zirkulieren und die als Grundlage für die Ausstellung im MoMA PS1 (3. Juni – 3. September 18) und in den KW dienen.

 

Kurator*innen: Bidoun (Negar Azimi, Tiffany Malakooti, Babak Radboy), Krist Gruijthuijsen

 

 

Begleitprogramm

 

Revisiting Reza Abdoh
Theaterworkshop
10. Februar 19, 13 Uhr
Ort: Volksbühne Grüner Salon, Linienstraße 227, 10178 Berlin
Eintritt: 5 € / 3 € ermäßigt
Anmeldung unter besucherservice@volksbuehne-berlin.de
In englischer Sprache

 

Revisiting Reza Abdoh
Lesung ausgewählter Stücke und Diskussion
11. Februar 19, 21 Uhr
Ort: Volksbühne Grüner Salon, Linienstraße 227, 10178 Berlin
Eintritt: 5 € / 3 € ermäßigt
Tickets erhalten Sie über die Webseite der Volksbühne.
In englischer Sprache

 

Revisiting Reza Abdoh

Filmvorführung und Q&A mit Adam Soch und Cathrin Mayer
Reza Abdoh: Theatre Visionary (2015), Dokumentation von Adam Soch 

The Blind Owl (1992) von Reza Abdoh
4. April 19, 19 Uhr
Ort: Volksbühne Grüner Salon, Linienstraße 227, 10178 Berlin
Eintritt: 5 € / 3 € ermäßigt
Tickets erhalten Sie über die Webseite der Volksbühne.
In englischer Sprache

 

The Berlin Sessions:


Reza Abdoh, Here and Now
10. April 19, 19 Uhr
Ort: Café Bravo

In englischer Sprache

 

 

Faltblatt zur Ausstellung (PDF)

 

 

 

<p>Die Ausstellung von Reza Abdoh ist Teil des Projektes <em>David Wojnarowicz, Reza Abdoh, Frank Wagner</em> und wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.</p>
<p> </p>
<p>Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem MoMA PS1, New York produziert und großzügig unterstützt von der Marina Kellen French Foundation, Coleção Moraes-Barbosa und Casper.</p>

 

Die Ausstellung von Reza Abdoh ist Teil des Projektes David Wojnarowicz, Reza Abdoh, Frank Wagner und wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem MoMA PS1, New York produziert und großzügig unterstützt von der Marina Kellen French Foundation, Coleção Moraes-Barbosa und Casper.

 

<p>Medienpartner: SIEGESSÄULE</p>

 

Medienpartner: SIEGESSÄULE

 

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Reza Abdoh, Bogeyman, 1991, Standbilder aus Video, Installationsansicht in der Ausstellung Reza Abdoh, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2019, Courtesy Adam Soch und the Estate of Reza Abdoh, Foto: Frank Sperling
Reza Abdoh, Bogeyman, 1991, Standbilder aus Video, Installationsansicht in der Ausstellung Reza Abdoh, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2019, Courtesy Adam Soch und the Estate of Reza Abdoh, Foto: Frank Sperling
Reza Abdoh, Bogeyman, 1991, Standbild aus Video, Installationsansicht in der Ausstellung Reza Abdoh, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2019, Courtesy Adam Soch und the Estate of Reza Abdoh, Foto: Frank Sperling
Reza Abdoh, Bogeyman, 1991, Standbild aus Video, Installationsansicht in der Ausstellung Reza Abdoh, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2019, Courtesy Adam Soch und the Estate of Reza Abdoh, Foto: Frank Sperling
Reza Abdoh, Peep Show 1–6, 1988, Standbilder aus Videos, Installationsansicht in der Ausstellung Reza Abdoh, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2019, Courtesy Adam Soch und the Estate of Reza Abdoh, Foto: Frank Sperling
Reza Abdoh, Peep Show 1–6, 1988, Standbilder aus Videos, Installationsansicht in der Ausstellung Reza Abdoh, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2019, Courtesy Adam Soch und the Estate of Reza Abdoh, Foto: Frank Sperling
Reza Abdoh, Quotations From a Ruied City, 1993, Standbild aus Video, Installationsansicht in der Ausstellung Reza Abdoh, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2019, Courtesy Adam Soch und the Estate of Reza Abdoh, Foto: Frank Sperling
Reza Abdoh, Quotations From a Ruied City, 1993, Standbild aus Video, Installationsansicht in der Ausstellung Reza Abdoh, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2019, Courtesy Adam Soch und the Estate of Reza Abdoh, Foto: Frank Sperling
Reza Abdoh, Reza Room, 2018, Standbild aus Video, Installationsansicht in der Ausstellung Reza Abdoh, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2019, Courtesy Adam Soch und the Estate of Reza Abdoh, Foto: Frank Sperling
Reza Abdoh, Reza Room, 2018, Standbild aus Video, Installationsansicht in der Ausstellung Reza Abdoh, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, 2019, Courtesy Adam Soch und the Estate of Reza Abdoh, Foto: Frank Sperling