Steve Bishop
Deliquescing
3. November 18 – 6. Januar 19

 

Eröffnung: 2. November 18, 19 Uhr

 

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<div class=""><span class="" lang="EN-US"><span class="">Lion’s Mane mushroom grow block on stainless steel trolley, 2018, </span><span class="">Courtesy der Künstler und Carlos/Ishikawa </span><br />
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Lion’s Mane mushroom grow block on stainless steel trolley, 2018, Courtesy der Künstler und Carlos/Ishikawa 

 

Die Ausstellung Deliquescing von Steve Bishop (*1983 in Toronto, CA) beruht auf einer umfangreichen Recherche zur Vergänglichkeit von Erinnerung. Bishop geht dabei der Frage nach, ob und wie sich Erinnerungen bewahren lassen – trotz eines der Zeit geschuldeten, graduellen Verfalls von Materie. Der Ausstellung in den KW liegen zwei eigenständige, jedoch zusammenhängende Themenstränge zugrunde: der in den Wäldern Nordamerikas heimische Löwenmähne-Pilz und eine verlassene Stadt im Norden Kanadas. Letztere wurde 1981 errichtet, um eine nahegelegene Mine zu bewirtschaften und blieb nach deren Schließung 1983 unbewohnt und verlassen. Den bemerkenswert intakten Zustand verdankt sie einem anhaltenden Kampf gegen den umliegenden Wald, der ständig droht, die Stadt zu überwuchern, eines vor Ort lebenden Verwalters sowie dessen Engagement, die Wiesen der Gärten regelmäßig zu mähen und für die Beheizung der Gebäude zu sorgen. Der in den Wäldern Nordamerikas heimische, knollenartige und essbare Löwenmähne-Pilz besitzt die außerordentliche Eigenschaft, die Synthese des Nervenwachstumsfaktors des menschlichen Gehirns anzuregen. Aufgrund seiner regenerativen Wirkung wird der Löwenmähne-Pilz inzwischen als Nahrungsergänzungsmittel sowie als mögliches Heilmittel gegen Alzheimer eingesetzt. 

 

Im Kontext der Ausstellung werden der Erhalt der Stadt sowie die Verwendung und der eigentliche Anbau des Pilzes als Sinnbilder für „Pflege” und „Instandhaltung” zusammengeführt und miteinander in Beziehung gesetzt. Der dadurch erzeugte surreale Gefühlszustand wird begleitet von einem diffusen Gefühl unvollständiger Erinnerungen, die im Ausstellungsraum wabern.

 

Kuratorin: Anna Gritz

Assistenzkuratorin: Maurin Dietrich

 

 

<p>Die Ausstellung wird großzügig unterstützt vom Arts Council England des British Council, der Henry Moore Foundation, der Botschaft von Kanada und vom Canada Council for the Arts. Wir danken dem Canada Council for the Arts, der im vergangenen Jahr $ 153 Millionen investiert hat, um den kanadischen BürgerInnen einen Zugang zu Kunst zu ermöglichen.   </p>

 

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt vom Arts Council England des British Council, der Henry Moore Foundation, der Botschaft von Kanada und vom Canada Council for the Arts. Wir danken dem Canada Council for the Arts, der im vergangenen Jahr $ 153 Millionen investiert hat, um den kanadischen BürgerInnen einen Zugang zu Kunst zu ermöglichen.