Pause: Anthony McCall
27.–30. April 17

 
<p>Anthony McCall, <em>Line Describing a Cone </em>(1973); Installationsansicht während der 24. Minute, Musee de Rochechouart, 2007; © Anthony McCall, courtesy Sprüth Magers, Berlin London; Foto: Freddy Le Saux.</p>

Anthony McCall, Line Describing a Cone (1973); Installationsansicht während der 24. Minute, Musee de Rochechouart, 2007; © Anthony McCall, courtesy Sprüth Magers, Berlin London; Foto: Freddy Le Saux.

 

Die KW Institute for Contemporary Art freuen sich sehr, die neue Serie Pause anzukündigen. Pause fungiert als Unterbrechung des laufenden Programms und stellt anhand von einzelnen Kunstwerken Verbindungen zwischen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft her. Als Reaktion auf Ian Wilsons Kreis- und Scheibenarbeiten der späten 1960er-Jahre zeigen die KW Line Describing a Cone (1973), eine ikonische Arbeit des britischen Künstlers und Filmemachers Anthony McCall (*1946 in St. Paul’s Cray, GB). In den KW präsentiert McCall die ursprüngliche filmische Variante seiner Arbeit, für die ein 16mm-Projektor zum Einsatz kommt.

 

Über einen Zeitraum von 30 Minuten zeichnet ein feiner Lichtstrahl eine Kreislinie an die Wand im Erdgeschoss. Im leeren Raum der großen Ausstellungshalle –  die gefüllt ist mit dem Nebel zweier Nebelmaschinen – formt sich ein Lichtkegel. McCall betont mit dieser Arbeit die Dreidimensionalität der entstehenden Form und deren skulpturale Präsenz. In der Installation bleibt das Publikum nicht passiv: Die Wahrnehmung der Arbeit verändert sich entsprechend der eigenen Bewegungen durch den Raum. Auf elegante Art und Weise bringt McCall mit dieser sehr reduzierten und direkten Arbeit das Zusammenspiel von minimalistischer Skulptur, ortsspezifischer Installation und Expanded Cinema auf den Punkt und weist dabei auf die grundlegenden Bedingungen der Kunst und deren Wahrnehmung hin.

 

Mit großzügiger Unterstützung der Julia Stoschek Collection und Sprüth Magers