Handling Images and Relational Meaning
By Irmgard Emmelhainz

25. April 22

Bild: Oraib Toukan, Via Dolorosa, 2021. Bildstudie in einem Ein-Kanal-Video (Farbe, Ton). Courtesy die Künstlerin

Die amerikanische Künstlerin und Wissenschaftlerin Oraib Toukan (*1977, US) wurde von den KW eingeladen, zwei neue Filme zu präsentieren, die im Rahmen ihrer Langzeitstudie über „grausame Bilder“ entstanden sind. In ihrer künstlerischen Forschungspraxis beschäftigt sich Toukan mit unserem Umgang mit mediatisierten Bildern von Gewalt und insbesondere mit dem schmalen Grat zwischen Hin- und Wegsehen. Die Filme sind im Rahmen der Ausstellung Oraib Toukan: What Then bis zum 1. Mai 22 in den KW zu sehen.

 

Lesen Sie hier eine ausführliche Auseinandersetzung mit Toukans Praxis von der in Mexiko-Stadt lebende Übersetzerin, Theoretikerin und Wissenschaftlerin Irmgard Emmelhainz.

 

— Léon Kruijswijk, Co-Kurator von Oraib Toukan: What Then

Buchvorstellung:
F.R.DAVID “Take, Eat”
Vortrag von Andrea di Serego Alighieri
The Source is Rock, the Tongue is Severed: Word Spacing and the Alphabetisation of Silence

1.–30. April 22

Andrea di Serego Alighieri präsentiert anlässlich der Veröffentlichung der F.R.DAVID Frühjahrsausgabe 2022 “Take, Eat”.

 

Andrea di Serego Alighieris 20-minütiger Vortrag wurde ursprünglich am Dienstag, den 16. Februar 2021 an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe online gehalten. Er gliedert sich in zwei Teile mit den Titeln Severed Words (murmuring), Talking Stones (singing), sowie eine Coda. Er erforscht die Wortabstände von der Inschrift zur Partitur, zur Seite, zum Bildschirm und zur Stimme und untersucht Texte, die nicht optisch, mit einem Blick erfasst werden können, sondern im Rhythmus der Sprache betrachtet werden wollen.



 

Die 21. Ausgabe von F.R.DAVID, “Take, Eat”, wird von Will Holder zusammen mit Andrea di Serego Alighieri herausgegeben. Andrea’s bildlastiger Vortrag zieht sich durch die ganze Ausgabe, auf den rechten Seiten: die gegenüberliegenden Seiten enthalten Antworten von Will. Die Ausgabe erdrückt den dreieckigen Raum von Bild, Kontext und Kommentar beinahe und spricht zu dem Moment zwischen Worten, Dingen, Menschen, Bildern, Wahrnehmung, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, zwischen den Seiten von Andrea und Will, als einen Ort, an dem Bedeutung atmen kann.

Für die KW-Auftakt-Sendung haben Will und Andrea den Leitartikel von “Take, Eat” nachgestellt, bei dem Andreas Stimme im rechten Kanal gespielt wird, beantwortet mit Wills Ergänzungen zu RADIANT von Black Spirituals im linken Kanal. (Sie sollten vielleicht Ihre Einstellungen anpassen).

 

Mehr Informationen

Berichte über

Hackathon
Black Swan: The Communes

23. Februar 2022

Bild: Black Swan. The Communes

Die KW Institute for Contemporary Art luden um August 2021 Black Swan ein, als Teil des öffentlichen Programms von Disproof Does Not Equal Disbelief von Michael Stevenson, einen 36-stündigen Hackathon durchzuführen. In der Ausstellung setzte sich Stevenson akribisch mit dem Zusammentreffen von Wirtschaft, Technologie, Bildung, Religion, Architektur und Medien und der Verschränkung dieser Institutionen auseinander, indem er signifikante Mikro-Narrative reflektierte. Ein live im Fernsehen übertragener Spendenmarathon, auch bekannt als “Telethon”, stand als Schlüsselreferenz, um die fragwürdige Beziehung zwischen dem Individuum und größeren, übergreifenden Körpern sowie die Kayfabe (oder: inszenierte) Logik unserer gelebten Realität zu betonen. Wenn etwas konstruiert ist, bedeutet das, dass es auch dekonstruiert, überdacht, umgestaltet und umverteilt werden kann

 

Um diese Gedanken in die weitere Praxis umzusetzen, hat das Berliner Kollektiv Black Swan die emotionale Nachhaltigkeit verschiedener ökonomischer Modelle und Organisationsformen getestet und institutionelle Infrastrukturressourcen direkt an Kulturschaffende umverteilt. Das Rollenspiel The Communes lud 40 Teilnehmer*innen ein, sich einer von vier Kommunen anzuschließen, die jeweils auf unterschiedlichen Formen des Austauschs, Entscheidungsfindungsprozessen und Organisationsstrukturen basierten: dem Clan, der Guild, der Cult und dem Venture. Die Teilnehmer*innen wurden durch einen öffentlichen Aufruf rekrutiert und einer der Kommunen zugewiesen. Lesen Sie hier ein Bericht von Stanton Taylor, einem der Hackathon-Teilnehmer*innen, sowie hier ein introspektiver Essay von Black Swan.

 

– Léon Kruijswijk, Assistenzkurator der KW, Kurator von Black Swan: The Communes

A Year with… BLESS N°72 BLESSlet – Interview Deutschlandfunk Kultur

26. Januar 2022

 

Die Situationsdesignerinnen Desiree Heiss und Ines Kaag berichten im Deutschlandfunk Kultur Interview mehr über ihre Arbeit. Hören Sie das gesamte Interview „25 Jahre BLESS – Alltagsdesign aus Berlin“ hier oder über diesen Link.

Im Jahr 2022 feiert BLESS ihr 25-jähriges Bestehen, was die KW zum Anlass nehmen, auf die visionären Arbeiten und Aktivitäten von Desiree Heiss und Ines Kaag in den Fokus zu rücken. A Year With BLESS wird verschiedene Schlüsselfragen ihrer Kollaboration neu verhandeln, um eine innovative Form zu entwickeln, Leben, Arbeit, Freizeit und Sport miteinander zu verbinden. Das Duo wird existierende Abläufe und Arbeitsgänge überdenken und in unterschiedlichen öffentlichen Bereichen auf künstlerische Weise ausprobieren. Die einjährige Kooperation strukturiert sich um drei Schwerpunkte: BLESS N° 72 BLESSlet in den KW, die Adretta-Reuter-Intervention in der Ernst-Reuter-Siedlung, wo das Duo sein Berliner Studio betreibt, und die Veröffentlichung des dritten Buchs der eigenen Publikationsreihe – BLESS III.

Als Teil der partizipativen Installation BLESSlet wird das Residency Apartment #11 an den KW von BLESS übernommen und in seinen Nutzungsmöglichkeiten als Ort zum Wohnen sowie als experimenteller Arbeitsplatz neu konzipiert. BLESSlet bildet einen Lebensraum, ausgestattet mit von BLESS designten Objekten, Mobiliar und Gebrauchsgegenständen, die das breite Spektrum der Tätigkeit des Duos präsentieren und unerwartete Möglichkeiten für die Alltagsnutzung, für Muße und für die Erledigung von Büroarbeiten bieten. Das Apartment soll aktiv von den Mitarbeiter*innen der KW sowie von den zu Gast kommenden Künstler*innen und Besucher*innen genutzt werden.

 

– Anna Gritz, Kuratorin A Year with BLESS

Renée Green: Inevitable Distances

Künstler*innengespräch zwischen Renée Green und Karim Aïnouz

20. Januar 2022

Als Filmemacher*innen und Freund*innen haben sich Karim Aïnouz und Renée Green gemeinsam durch sich überschneidende soziale Räume und Orte bewegt. Im Rahmen dieses Künstler*innengesprächs reflektieren die beiden über gemeinsame Zeiten und individuelle Arbeiten. Sie präsentieren Ausschnitte ihrer Bewegtbildarbeiten – darunter Aïnouz’ Film Seams, der Greens Installation Sites of Genealogy (die derzeit in den KW neu inszeniert wird) als Filmset nutzte, und Greens Film Come Closer mit Aïnouz -, um zu zeigen, wie ihre fortwährenden Interessen ihre Arbeiten weiterhin auf intime und offene Weise beeinflussen.

 

– Mason Leaver-Yap, Assoziierte*r Kurator*in der KW

KW Digital: Open Secret
16. Juli – 31. Dezember 21

15. Januar 2022

opensecret.kw-berlin.de

Das sechsmonatige Online-Programm Open Secret untersuchte die Rolle des Verborgenen in unserer scheinbar offenen Gesellschaft. Informationstechnologien sollen Unwissen und Aberglaube bekämpfen, indem sie Wissen zugänglich und die Welt verständlich machen. Bisweilen scheint es, als seien wir in ein neues dunkles Zeitalter aus Blackboxen, Projektionen und Paranoia eingetreten. Das Unsichtbare und Unzugängliche, die „Known-Unknowns“, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Solchen Verständnislücken widmete sich Open Secret in Auftragsarbeiten, einer Reihe von Essays und einem umfangreichen Vermittlungsprogramm, das die digitalen Infrastrukturen, nach denen unser gesellschaftliches Leben organisiert ist, einer kritischen Neubewertung unterzieht. Über die Dauer der Ausstellung hinweg erschienen jeden Monat auf einer eigenen Webseite neue Beiträge, die Kunst, Technologie, Politik und neue Formen des Austauschs zusammenführen.

 

– Nadim Samman, Kurator Digitaler Raum, in Kollaboration mit Katja Zeidler, Leitung Bildung und Vermittlung der KW

Hörbücher aus Understudies: I, Myself Will Exhibit Nothing

6. Januar 22

Fragmente von Otared von Mohammad Rabie

 

In Understudies: I, Myself Will Exhibit Nothing können Sie das Hörbuch der englischen Übersetzung von Otared (2016) von Mohammad Rabie anhören. Es wurde von den KW im Rahmen dieser Ausstellung, die bis 9. Januar 2022 zu sehen ist, produziert. Sie können hier in den Prolog und in das erste Kapitel hineinhören, um über den Ausstellungsraum hinaus einen Eindruck von dem Hörbuch zu bekommen

Mohammad Rabie
Otared
Übersetzt aus dem arabischen von Robin Moger

 

Veröffentlicht 2016
Hoopoe / American University in Cairo Press, Kairo
In Auftrag gegebenes Hörbuch, 2021
Sprecher: Sedky Sahkr
Postproduktion: Nadel Eins Studio, Berlin
Dauer online Fragmente: 00:50:56
Dauer vollständiges Hörbuch: 09:43:53
Courtesy der Schriftsteller; der Sprecher; Hoopoe / American University in Cairo Press, Kairo; KW Institute for Contemporary Art, Berlin

 

Fragmente von Awraq Shakhsia von Latifa al-Zayyat

 

In Understudies: I, Myself Will Exhibit Nothing können Sie das Hörbuch von Awraq Shakhsia (1992) von Latifa al-Zayyat anhören. Es wurde von den KW im Rahmen dieser Ausstellung produziert, die bis 9. Januar 2022 zu sehen ist. Hier können Sie in die Kapitel 1967; Tagrebaty fy al-Ketabah; und Min Riwayyat La Taktamel B-Ism ar-Rihlah hineinhören, um über den Ausstellungsraum hinaus einen Eindruck von dem Hörbuch zu bekommen.

Latifa al-Zayyat

Awraq Shakhsia

Veröffentlicht 1992

Al Karma Publishers, Kairo

 

In Auftrag gegebenes Hörbuch, 2021

Sprecherin: Shahira Issa

Postproduktion: Shahira Issa

Dauer online Fragmente: 00:56:16

Dauer vollständiges Hörbuches: 04:44:28

Courtesy die Sprecherin; Al Karma Publishers, Kairo; KW Institute for Contemporary Art, Berlin

 

– Léon Kruijswijk, Assistenzkurator der Ausstellung

Krist Gruijthuijsen über Peter Friedl: Four or Five Roses

9. Dezember 21

Buchcover: Peter Friedl: Four or Five Roses. Sternberg Press, 2004.

Anlässlich Peter Friedls kommender Werkschau in den KW Institute for Contemporary Art möchte ich eine für ihn typische und dennoch kaum rezipierte Publikation vorstellen: das 2004 von Sternberg Press und dem Frankfurter Kunstverein herausgegebene Buch Four or Five Roses. Wie in zahlreichen anderen Arbeiten Friedls spielt auch hier die Perspektive des Kindes eine zentrale Rolle bei der Reflexion der Art und Weise, wie die Welt konstruiert und manipuliert wird. In seiner berühmten Arbeit Playgrounds begann Friedl 1995, Spielplätze auf der ganzen Welt zu dokumentieren. Auch wenn Ort und Datum angegeben sind, stellt die distanzierte, Ästhetik gegenüber Funktionalität privilegierende Perspektive eine augenscheinliche Ähnlichkeit her. Four or Five Roses hingegen nimmt die Perspektive der Kinder selbst ein. Friedl führte dazu in Johannesburg, Kapstadt und den sie umgebenden Townships zahlreiche Interviews und Gespräche mit ihnen. Diese Narrative überführt er in Monologe, wodurch ein fiktionalisiertes Konstrukt entsteht. Schließlich halten Kinder für gewöhnlich keine an der neoliberalen Rhetorik von Selbstdarstellung und Eigenwerbung geschulten Reden.

Lesen Sie hier einige Ausschnitte dieser Monologe.

 

– Krist Gruijthuijsen, Direktor der KW Institute for Contemporary Art und Kurator der kommenden Ausstellung „Peter Friedl: Report 1964–2022“.

KW Guards and Guides hören… Renée Green: Inevitable Distances

6. Dezember 21

Die Guards and Guides der KW sind nicht nur die Bewahrer*innen der ausgestellten Kunstwerke (sie sind für deren Erhaltung verantwortlich und vermitteln die Interaktion mit dem Publikum), sondern auch das wohl engagierteste Publikum, was die mit den Kunstwerken verbrachte Zeit betrifft. In Renée Green’s Inevitable Distances – einer Ausstellung, die weit mehr als 30 Stunden Audio- und Videomaterial enthält – geht es nicht darum, die Werke vollständig zu konsumieren. Aber für die Guards und Guides der Ausstellung, lenkt die sechswöchige Beschäftigung mit den Werken von Renée Green unweigerlich die Wahrnehmung, Konzentration und Erfahrung auf die klanglichen Aspekte ihrer Werke.
            Für die erste Playlist der KW haben diese aufmerksamen Zuhörer*innen ihre einprägsamsten und beliebtesten Tracks aus der gesamten Ausstellung ausgewählt – darunter Stücke aus Import/Export Funk Office (1992), Übertragen/Transfer (1997), Sites of Genealogy (1990), Secret (1993), und Mise-en-Scène (1991). Wie die Entstehungsjahre dieser Werke zeigen, ist der Klang ein entscheidender und kontinuierlicher Bestandteil von Greens Praxis. “Mein Interesse an Klang und seinen Wirkungen ist ein langfristiges, das sich aus der Art und Weise entwickelt hat, wie ich in meiner Kindheit Klänge und Musik aufgenommen, gehört und produziert habe”, erklärt Green. “Was erreicht uns, wenn es nicht möglich ist, das Geschehen zu rationalisieren? Was belebt uns auch unter Bedingungen, die unerträglich erscheinen mögen? Was kann ein Gefühl von Beziehung und momentaner Verbundenheit schaffen? Als ich über diese Dinge nachdachte, schienen mir Klang und Musik die konsequenteste Art und Weise zu sein, komplexere Gefühle zu berühren, auch ohne Worte. Von Drohnen bis zu Raves.”

 

– Mason Leaver-Yap, Assoziierte*r Kurator*in der KW

The Berlin Sessions: Gespräch zwischen Renée Green, Iman Issa und Mason Leaver-Yap über die Ausstellungen Renée Green: Inevitable Distances sowie Understudies: I, Myself Will Exhibit Nothing

15. November 21

Kamera und Schnitt: Frank Sperling

Renée Green

Inevitable Distances

Code: Survey

10. November 21

Renée Green, Code: Survey. Caltrans District VII Headquarters, Los Angeles, 2006. Foto: Joshua White. Courtesy Free Agend Media

Renée Green’s Code: Survey ist eine Arbeit, die sich über mehrere Formen und Orte erstreckt: ein monumentaler öffentlicher Kunstauftrag des kalifornischen Verkehrsministeriums, der weiterhin an den Wänden der Cafeteria des von Thom Mayne/Morphosis entworfenen Hauptgebäudes in der Innenstadt von Los Angeles angebracht ist; eine Reihe von schematischen Zeichnungen, fotografischen Drucken und ein skulpturaler Prototyp aus Glas, Film und Stahl, der derzeit in der Hauptausstellungshalle der KW in Berlin angebracht ist; und die ursprüngliche Website-Komponente, die neu codiert und auf die Website der KW hochgeladen wurde und für die Dauer der Ausstellung online bleiben wird.

 

In seinen vielfältigen Formen untersucht Code: Survey anhand von 168 Karten, Diagrammen und Fotografien historische und aktuelle Wahrnehmungen von Verkehr. So wie die Herkunft der Bilder in diesem Mosaik variiert, so variieren auch die Ansichten, die das rasante Wachstum Kaliforniens mit seinen utopischen Träumen, vielfältigen Folgen und historischen Bedingungen prägten. Code: Survey ermöglicht einen Fernzugriff auf den Inhalt des Werks über den physischen Standort Los Angeles hinaus: es ist ein umfassendes, wenn auch subjektives Repository für die Bilder, die das physische Werk ausmachen, angereichert mit zusätzlichem Text, Audio und Video.

Mehr zu Code: Survey, gehostet von kw-berlin.de

Gloria Suttons Essay über Code: Survey [PDF via Carpenter Center for the Visual Arts]

 

– Mason Leaver-Yap, Assoziierte*r Kurator*in der KW

Renée Green
Inevitable Distances

5. Oktober 21

„Jeder Mensch sieht alle möglichen Dinge über sich selbst und das eigene Denken, und Zusammenhänge in der eigenen Arbeit – und Muster hinter den Mustern –, die man selbst unmöglich sehen kann. Man wird es nie selbst sehen. In diesem Sinne entzieht man sich immer dem Versuch der Selbsterkenntnis – dem Versuch, mit sich selbst identisch zu werden. Das ist nicht möglich. Ich kann nicht mit mir selbst identisch werden. Denken bedeutet, diese unvermeidliche Distanz zwischen dem Subjekt, das denkt, und dem, worüber gedacht wird, zu haben.“

– Stuart Hall, Through the Prism of an Intellectual Life [Durch das Prisma eines intellektuellen Lebens], 2004

 

Renée Green formuliert den Titel ihrer Ausstellung Inevitable Distances in Anlehnung an einen Satz, den der Kulturtheoretiker und politische Aktivist Stuart Hall (1932–2014) 2004 in seinem Vortrag Through the Prism of an Intellectual Life [Durch das Prisma eines intellektuellen Lebens], sagte. Halls Vortrag war in vielerlei Hinsicht ungeplant. Er wurde an die University of the West Indies in Kingston, Jamaika, eingeladen, um eine kurze Abschlussrede auf einer Konferenz zu halten, die seinem Werk und seinem Einfluss gewidmet war. Auf der Bühne, mit nur zwei Zeilen vorbereiteter Notizen, sprach Hall über eine Stunde lang in dem Versuch, sowohl intellektuell als auch intim zu erfassen, wer er in Bezug auf sein Werk war, und stellte öffentlich die Entstehung seines Denkens vor dem Hintergrund historischer und sozialer Kräfte dar.

 

Der Dichter Brian Meeks, einer der Mitorganisator*innen der Konferenz, betrachtete Halls Anwesenheit in Kingston als die eines „verschwundenen Sohnes, der zurückgekommen ist und seine Reisegeschichte erzählt“, indem er darüber nachdenkt, was er erreicht hat und was er noch zu verwirklichen hat.

 

Und wie Greens Ausstellungstitel andeutet, sind die Arbeit der Reflexion, die Kontexte, aus denen die Quelle dieser Reflexionen hervorgeht, und die Routen, durch die diese Reflexionen reisen, Schlüsseluntersuchungen in ihrem Projekt in den KW und der daadgalerie.

 

– Mason Leaver-Yap, Assoziierte*r Kurator*in der KW

Pogo Bar Podcast:
Phung-Tien Phan
The Podcast City

20. September 21

The Podcast City folgt einem Skript, das auch die Vorlage für einen von Phung-Tien Phans Filme bilden könnte, in dem die Künstlerin zeitgenössische Lifestyles, die Performativität des Alltags und unserer verschiedenen Rollen zwischen Arbeit und Freizeit untersucht. Die fließenden Übergänge zwischen ihren eigenen Rollen – Autorin des Skripts, Künstlerin und Schauspielerin – situieren Phans Praxis in einem engen Beziehungsnetzwerk und den sozialen und materiellen Bedingungen ihrer eigenen Kreativarbeit und beleuchten Fragen von Kreativität, sozialen Privilegien und neoliberalen Verwertungs- und Selbstmarketing-Logiken. Mehr

Evacuation Tapes / Negative reps

20. September 21

Evacuation Tapes (screen grabs of the online publication edited by Ruth Buchanan unfolding around the poetry of J.C. Sturm), Gedicht Off and on von J.C. Sturm; Courtesy Ruth Buchanan

„Was für Muskeln werden gebildet, Falten entstehen, was für ein Muskelgedächtnis wird geschrieben“, habe ich mich gefragt als ich über die Malereien von Christina Ramberg geschrieben habe. Ich dachte dabei an „(den weiblichen) Körper in Reibung mit seiner Umgebung – seine Oberflächen, Muskeln und Poren geprägt durch alltägliche Witterungen.“ In 2020 gab die Künstlerin Ruth Buchanan die Online-Publikation „Evacuation Tapes“ heraus, die sich ausgehend von der Lyrik der Dichterin J. C. Sturm entfaltet. Angestoßen von Sturms Texten, begann Buchanan nach einer anderen Sprache zu suchen. „Das ist es, wozu wir jetzt Zugang brauchen, eine Sprache, die dem Unbehagen des Lebens Raum gibt, nicht um es zu ordnen, sondern um es zu halten, und durch das Halten – das Innehalten – können wir es zulassen, dass das Unbehagen zu etwas anderem wird. Denn Sprache verändert uns“, schreibt sie in ihrem Vorwort. Buchanan lud mich ein meinen Essay über Christina Ramberg mit Sturms Schreiben im Hinterkopf noch einmal neu zu betrachten. Für mich schien die Frage nach der Konstruktion von Körpern durch die Normen, die wir entwickeln, übernehmen und reproduzieren, das dringendste gemeinsame Anliegen. Der Text wurde auf www.evacuationtapes.net zusammen mit einer Gruppe anderer Autoren veröffentlicht.

 

Jetzt, da die Ausstellung The Making of Husbands: Christina Ramberg in Dialogue an ihrem letzten Ausstellungsort geschlossen wurde, schien mir dies ein passender Moment, um den Text noch einmal in Hinblick auf Sturms poetisches Universum zu veröffentlichen. Mehr

 

Anna Gritz, 15. Juni 2021

Zeros and Ones: Ausstellungsrundgang mit Anna Gritz und Kathrin Bentele

26. August 21

Kamera: Frank Sperling

Disproof Does Not Equal Disbelief: Ausstellungsrundgang mit Michael Stevenson und Anna Gritz

26. August 21

Kamera: Frank Sperling

Clémentine Deliss
The Metabolic Museum

29. Juli 21

Die KW präsentieren eine Audio-Serie zu The Metabolic Museum (2020, Hatje Cantz/KW), geschrieben und gelesen von Clémentine Deliss, Assoziierte Kuratorin der KW. Coco Fusco schreibt in der New York Review of Books, „Deliss skizziert in ‘The Metabolic Museum’ ihre radikale kuratorische Vision und legt ihre Ansätze dar, das Weltkulturen Museum in Frankfurt am Main von einem Artefakte-Lager in ein Laboratorium und Bildungszentrum für eine kritische Auseinandersetzung mit den materiellen Kulturen außereuropäischer Gesellschaften umzugestalten.“ Regelmäßig wird ein neues Kapitel des Buches auf der Webseite veröffentlicht.

Prolog zu The Metabolic Museum

Manifest zum post-ethnografische Museum

Walking Through

Künstler*innen und Anthropolog*innen

Weitere Informationen hier

Pogo Bar Podcast
Taylor Le Melle:
Orion J. Facey’s The Virosexuals

28. Juli 21

Orion J. Faceys The Virosexuals ist ein Science-Fantasy-Roman, der im britischen Manchester im Jahr 2080 spielt. Er portraitiert eine Subkultur, die der weitgehenden Algorithmisierung unseres Lebens, Körpers und Denkens entkommen möchte. Die Gruppe um die Hauptfigur Amygdala experimentiert mit Virosexualität – dem sexuellen Verlangen, so genannte STI’s zu übertragen und zu empfangen – und verhandelt unterschiedliche Körperlichkeiten und Begehren, während sie sich mit einem ausbreitenden Virus und den Gefahren des Offline-Gehens konfrontiert sieht. Mehr

Pogo Bar Podcast
Nicholas Grafia und Mikołaj Sobczak:
It’s 10PM. Do You know where your children are?

28. Juli 21

It’s 10pm. Do You know where your children are? erzählt von den Kämpfen Jugendlicher, die mit ihrer Queerness im Rahmen unterschiedlicher Familiendynamiken und soziopolitischer Realitäten umgehen müssen. Die miteinander verflochtenen Geschichten der beiden Protagonisten sprechen Erinnerungen, Erwartungen und Werte an, die zwischen Eltern und ihren Kindern mit diasporischem Hintergrund geteilt werden und offenbaren primäre Gefühle wie Liebe, Hass, Sehnsucht und Bedauern. Mehr

Unlearning Archives

Onyeka Igwe und Ariella Aïsha Azoulay im Gespräch mit Mason Leaver-Yap

28. Juli 21

Anlässlich Onyeka Igwes filmischer Auftragsarbeit A So-Called Archive präsentieren die KW Production Series ein Gespräch zwischen Igwe und der Historikerin Ariella Aïsha Azoulay über die Rolle kultureller Produktion und deren Beziehung zu imperialen Wissensgrundlagen wie dem Dokument, dem Archiv und dem Museum.

 

Während der Produktion ihres neuen Films wurde Azoulays Buch Potential History: Unlearning Imperialism (Verso, 2019) für Onyeka Igwes Forschungen zu einem Schlüsseltext: Es versucht Museumsapparate und Archive als Zeit, Raum und Politik ordnende Institutionen zu entlarven, die ein bestimmtes Narrativ vorzugeben vermögen. Die Veranstaltung betrachtet Azoulays Schrift und Igwes Film als wechselseitig resonierende Diskurse, die nicht nur darüber informieren, wie wir die Vergangenheit betrachten, sondern auch, wie wir ihr Verlernen üben können.

 

Ariella Aïsha Azoulay lehrt politisches Denken und visuelle Kulturen an der Brown University, Providence (US). Sie ist Autorin des Buches Potential History und Regisseurin des Films Un-documented: Unlearning Imperial Plunder (2019). Mehr

Pogo Bar Podcast
Nour Mobarak:
Memory Talk

13. Juli 21

Courtesy die Künstlerin

In Memory Talk setzt die Künstlerin und Performerin Nour Mobarak ihre Auseinandersetzung mit Erinnerung, psychologischen Räumen und der Verräumlichung von Sprache fort. Ihre Soundtexturen basieren zum größten Teil auf Außenaufnahmen am Hollywood Boulevard und anderen Orten in Los Angeles, wo sie Fremde danach fragte, von ihren frühesten Erinnerungen zu erzählen, und tauchen tief ein in die unsichtbaren Architekturen der individuellen Psyche und der US-Therapiekultur. Mehr

Pogo Bar Podcast
Alexander Iezzi:
Heehaw Angel Hunting—Lesson in Companionshit

13. Juli 21

Note from Sarah Rapson

12. Juli 21

Courtesy Sarah Rapson

Pogo Bar Podcast
Joshua Leon:
Lamentation No.1: A Smuggler’s Guide to Loss

12. Juli 21

Wir führten eines unserer üblichen Telefongespräche. Wir sprachen über das Leben, über den Umgang mit der durch die Pandemie uns aufgezwungenen Distanz. Ein Suizid hatte deine Familie erschüttert. Die Trauer überwältigte uns beide. Ich konnte dich nicht erreichen. Ich wollte die Grenze von Großbritannien nach Europa überqueren, doch schien der Tod kein angemessener Reisegrund zu sein. Mehr

You’re not muted.

8. Juli 21

Diogo de Moraes, aus der Serie Testes vocais, 2020–2021

Emanzipatorische Praktiken der Kunstvermittlung sollten sich nicht nur an digitale Realitäten anpassen, sondern auch Fragen und Sprachen entwickeln, die auf einen radikalen Wandel in der heutigen sozialen, politischen und kulturellen Landschaft reagieren. Wie können wir – Kulturschaffende, Pädagog*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen – diese neuen Werkzeuge, Bedeutungen und Worte aktiv in die verschiedenen Realitäten des Alltags einbeziehen?

 

Die Veranstaltungsreihe You’re not muted. Neue Wege zwischen Kunst und Bildung setzt KWs Auseinandersetzung mit dem gegenwärtigen Shift in pädagogischen und sozial engagierten Praktiken fort und ist gleichzeitig Ausgangspunkt einer Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD, um Möglichkeiten eines breiten internationalen Austauschs im Bereich der künstlerischen Bildung und Vermittlung zu fördern.

Cyberfeminist Index
(~1990s–present)

8. Juli 21

Lee Lozano, A Boring Drawing, 1963 – 1969; Courtesy des Lee Lozano Estate und Hauser & Wirth; Foto: Jon Etter

Die Gruppenausstellung Zeros and Ones in den KW Institute for Contemporary Art ist inspiriert von dem Buch Zeros + Ones: Digital Women and the New Technoculture (1997) der Autorin und Theoretikerin Sadie Plant. Das Buch ist ein prominenter Beitrag zur cyberfeministischen Literatur. Plants Publikation reiht sich in eine Szene, die sich seit den frühen 1990er Jahren weltweit etabliert hat und zahlreiche Texten, Publikationen und Essays verfasst, ein. Cyberfeminist Index listet, kategorisiert und beschreibt Veröffentlichungen in einem frei zugänglichen Google Spreadsheet. Die Liste kann von jedem*r User*in mit Zugriffsrecht bearbeitet und ergänzt werden und umfasst Veröffentlichungen zu Themen wie Hacking, Science-Fiction, Überwachung, Glitch und vielem mehr.

Pogo Bar Podcast
Beth Collar:
Scatter Cushion

8. Juli 21

Nach einem Tagesausflug zur etruskischen Stätte der Necropolis Banditaccia durchstreift eine melancholische Vorahnung von abwesenden Körpern Collars Gedanken. Sie kontert den epischen Stoff der Geschichte und ideologiedienende, geschlechtsspezifische Vorstellungen des Chronisten oder Barden mit zu persönlichen und lückenhaften Erinnerungen, zufälligen Geräuschen, Alkohol und Urin. Mehr

Open Secret

  1. 6. Juli 21

Vladan Joler, Vorschau der Videoarbeit The News Extractivism, 2021

 

Das sechsmonatige Online-Programm Open Secret (16. Juli – 31. Dezember 21) untersucht die Rolle des Verborgenen in unserer scheinbar ‚offenen‘ Gesellschaft. Monatlich werden neue Beiträge auf der Website opensecret.kw-berlin.de veröffentlicht, die Kunst, Automatisierung, Politik und neue Formen des Austauschs zusammenbringt. Das Webdesign wurde von Sometimes Always entworfen und wird ab dem 16. Juli 2021 verfügbar sein.

Web-site-specific Sculpture: Juliana Cerqueira Leite im Gespräch mit Nadim Samman

16. Juni 21

The Last Museum präsentiert künstlerische Arbeiten, die sowohl reale als auch virtuelle Bereiche durchkreuzen. Die Künstlerin Juliana Cerqueira Leite (Brasilien/USA) spricht über die produktive Verwischung von physischem Original, digitalem Doppelgänger und dem Online-Platzierung von Skulpturen. Weitere Informationen

The Last Museum

16. Juni 21

The Last Museum wird vom 14. September bis 16. Oktober 2021 als Pop-up-Ausstellung auf der Webseite der Polyeco Contemporary Art Initiative (PCAI), Athen, zu sehen sein.

Amelie von Wulffen
Pedigree, 1996/1999

Claymation, in Zusammenarbeit mit Michael Graessner

In dem Knetgummi-Animationsfilm Pedigree (1996–1999, koproduziert mit Michael Graessner) bereiten Audio-Fragmente aus Filmen von Michelangelo Antonioni und Andrei Tarkowski das akustische Bett aus Politik und Liebe, in dem sich vor einem dramatisch gefärbten Himmel die leidenschaftliche Begegnung eines Paares vollzieht.

A Letter for Leo,
Krist Gruijthuijsen

Dear Leonilson, José, Zé, Leo, As you can see, I am not even sure how to address you. When I began to research your work, talking to your colleagues, friends, and family, I learned that each addressed you differently. The question is, why am I writing to you nearly twenty-seven years after your death? As to that, there are many answers, just as you have many names.

 

From Leonilson: Drawn 1975–1993, KW Institute for Contemporary Art und
Hatje Cantz Verlag Berlin, 2020 Zum Text

Residenz Fahrenbühl
A Reading von Anna Haifisch

„Fahrenbühl ist eine abgeschiedene Künstlerresidenz, die von zwei Mäusen bewohnt wird. Es ist der schönste Ort der Welt. Das Ländliche, so sagt man, stiftet Ruhe und Besinnung. Doch die Reizlosigkeit der Abgeschiedenheit beginnt auf die Stimmung zu drücken. Wer das Paradies bewahren will, muss zu radikalen Mitteln greifen. In diesem Punkt unterscheidet sich eine Maus nicht von Gott.“ Der neueste Comic von Anna Haifisch spielt in Fahrenbühl, einer fiktiven, abgeschiedenen Künstler*innenresidenz, die zum Ventil für grundlegende Fragen künstlerischer Produktion zwischen Einsamkeit, Ambition, Inspiration und dem Blick von Außen wird.

Pogo Bar Podcast
Luzie Meyer:
The Acquisition of Language & The Language of Acquisition

Bild: Courtesy die Künstlerin

Die Künstlerin und Lyrikerin Luzie Meyer geht der Eigenschaft von Sprache nach, gleichzeitig zu beschränken und zu befreien, sowie den verbalen Ausdrucksmitteln, die uns in Zeiten von digitalen Medien und Algorithmen zur Verfügung stehen. Weitere Information 

Beatrice Gibson
What’s Love Got To Do With It?

Courtesy Beatrice Gibson, Design by HIT Studio

Künstlerin Beatrice Gibson mit sechs zeitgenössischen Poet*innen CAConrad und LeAnne Howe, Alice Notley und Precious Okoyomon sowie Ariana Reines und Sophie Robinson über das Thema Liebe. Die dreiteilige Podcast-Serie schafft einen akustischen Raum, in dem die Künstler*innen ihre Werke miteinander teilen, einander zuhören und darauf reagieren und bietet zudem einzigartige Kompositionen von Crystabel Riley und Seymour Wright. Weitere Informationen

Pogo Bar Podcast
Simnikiwe Buhlungu:
Anecdotal Through-isms

Simnikiwe Buhlungu interessiert sich für Mechanismen, die Wissen produzieren und vermitteln, wie und von wem dies produziert wird sowie dessen Verbreitung und Nuancen als alltägliche Ökologie. Buhlungu ringt in ihrer Arbeit gleichsam mit diesen Fragen und den schier unerschöpflichen Antworten darauf. In letzter Zeit hat sie gerne Gospelmusik gehört und über Bienenstöcke reflektiert. Weitere Informationen 

Pogo Bar Podcast
Nadja Abt:
Mutiny on the Bivalvia –
Interview with a Seafarer

Courtesy die Künstlerin

Meuterei auf der Bivalvia ist ein Hörspiel über Machtverhältnisse und Beziehungen. In einem Interview schildert eine Seefahrerin, ehemals erfolgreiche Künstlerin, ihre Beweggründe, die dazu führten, Teil der weiblichen* Besatzung an Bord der „Bivalvia“ zu werden und ihren Alltag als Seefahrerin. Die Interviewerin treibt dabei vor allem eine Frage um: Was führte zum Schiffbruch und zur Meuterei der Frauschaft? Weitere Informationen 

Orpheus and the Technocave

Vortrag + Klangantwort mit Kurator Nadim Samman und Techno-Produzent Inland (Ed Davenport). Der Orpheus-Mythos erzählt von einem Sänger und Dichter, der mithilfe seiner Musik in die Unterwelt hinabsteigt, um seine ihm entrissene Ehefrau zurückzuholen. In der frühen Neuzeit lag der Mythos der Vorstellung zugrunde, der Künstler könne auf der Suche nach Wissen zwischen den Welten wandeln. Heutige orpheische Reisen lassen die Struktur der Suche zum Vorschein treten: Die Schwierigkeit, seinen eigenen Weg zu finden, falsch oder richtig abzubiegen, Zäune einzureißen, Schlösser aufzubrechen und durch Löcher zu kriechen – tiefer in die Megastruktur einzudringen, um sie hinter sich zu lassen. Weitere Informationen

Pogo Bar Podcast
Thea Reifler and Philipp Bergmann: 
Truth is a Matter of the Imagination

Courtesy die Künstler*innen; Foto: Rasmus Bell

Thea Reifler und Philipp Bergmann laden Lou Drago, Isabel Lewis, Ann Mbuti und Omsk Social Club zu einem Gespräch über Zitate aus Science-Fiction-Büchern ein. Diskutiert wird, wie das Genre ihr Denken, ihre Beziehungen, ihr Kunstschaffen und die Programmarbeit für Institutionen beeinflusst sowie ihre Wahrnehmung von Wahrheit und Fiktion, Traumzeit und Weltzeit, Strukturen, Prozessen, Wandel und Kollaboration verändert hat. Weitere Informationen