The Last Museum

The Last Museum entfaltet sich simultan über sechs Kontinente sowie den digitalen Raum. Das experimentelle Format vereint Offline- und Online-Szenarien und untersucht Spannungsfelder zwischen der universalisierenden Sphäre des Digitalen und örtlichen Gegebenheiten. Die eigens für die Ausstellung konzipierten Arbeiten beschäftigen sich mit Dramatiken des Orts- (oder website-) spezifischen und der Poetik der Infrastruktur. The Last Museum wird temporär über www.kw-berlin.de und im Anschluss als „Pop-Up-Ausstellung“ auf den Webseiten ausgewählter Partnerinstitutionen zugänglich sein. Künstler*innen: Nora Al-Badri, Nicole Foreshew, Juliana Cerqueira Leite, Jakrawal Nilthamrong, Zohra Opoku, Charles Stankievech. Kurator: Nadim Samman Weitere Informationen

Amelie von Wulffen
Pedigree, 1996/1999

Claymation, in Zusammenarbeit mit Michael Graessner

In dem Knetgummi-Animationsfilm Pedigree (1996–1999, koproduziert mit Michael Graessner) bereiten Audio-Fragmente aus Filmen von Michelangelo Antonioni und Andrei Tarkowski das akustische Bett aus Politik und Liebe, in dem sich vor einem dramatisch gefärbten Himmel die leidenschaftliche Begegnung eines Paares vollzieht.

A Letter for Leo,
Krist Gruijthuijsen

Dear Leonilson, José, Zé, Leo, As you can see, I am not even sure how to address you. When I began to research your work, talking to your colleagues, friends, and family, I learned that each addressed you differently. The question is, why am I writing to you nearly twenty-seven years after your death? As to that, there are many answers, just as you have many names.

 

From Leonilson: Drawn 1975–1993, KW Institute for Contemporary Art und
Hatje Cantz Verlag Berlin, 2020 Zum Text

Residenz Fahrenbühl
A Reading von Anna Haifisch

„Fahrenbühl ist eine abgeschiedene Künstlerresidenz, die von zwei Mäusen bewohnt wird. Es ist der schönste Ort der Welt. Das Ländliche, so sagt man, stiftet Ruhe und Besinnung. Doch die Reizlosigkeit der Abgeschiedenheit beginnt auf die Stimmung zu drücken. Wer das Paradies bewahren will, muss zu radikalen Mitteln greifen. In diesem Punkt unterscheidet sich eine Maus nicht von Gott.“ Der neueste Comic von Anna Haifisch spielt in Fahrenbühl, einer fiktiven, abgeschiedenen Künstler*innenresidenz, die zum Ventil für grundlegende Fragen künstlerischer Produktion zwischen Einsamkeit, Ambition, Inspiration und dem Blick von Außen wird.

Pogo Bar Podcast
Simnikiwe Buhlungu:
Anecdotal Through-isms

Simnikiwe Buhlungu interessiert sich für Mechanismen, die Wissen produzieren und vermitteln, wie und von wem dies produziert wird sowie dessen Verbreitung und Nuancen als alltägliche Ökologie. Buhlungu ringt in ihrer Arbeit gleichsam mit diesen Fragen und den schier unerschöpflichen Antworten darauf. In letzter Zeit hat sie gerne Gospelmusik gehört und über Bienenstöcke reflektiert. Weitere Informationen 

Pogo Bar Podcast
Luzie Meyer:
The Acquisition of Language & The Language of Acquisition

Bild: Courtesy die Künstlerin

Die Künstlerin und Lyrikerin Luzie Meyer geht der Eigenschaft von Sprache nach, gleichzeitig zu beschränken und zu befreien, sowie den verbalen Ausdrucksmitteln, die uns in Zeiten von digitalen Medien und Algorithmen zur Verfügung stehen. Weitere Information 

Beatrice Gibson
What’s Love Got To Do With It?

Courtesy Beatrice Gibson, Design by HIT Studio

Künstlerin Beatrice Gibson mit sechs zeitgenössischen Poet*innen CAConrad und LeAnne Howe, Alice Notley und Precious Okoyomon sowie Ariana Reines und Sophie Robinson über das Thema Liebe. Die dreiteilige Podcast-Serie schafft einen akustischen Raum, in dem die Künstler*innen ihre Werke miteinander teilen, einander zuhören und darauf reagieren und bietet zudem einzigartige Kompositionen von Crystabel Riley und Seymour Wright. Weitere Informationen

Clémentine Deliss
The Metabolic Museum

Die KW präsentieren eine Audio-Serie zu The Metabolic Museum (2020, Hatje Cantz/KW), geschrieben und gelesen von Clémentine Deliss, Assoziierte Kuratorin der KW. Coco Fusco schreibt in der New York Review of Books, „Deliss skizziert in ‘The Metabolic Museum’ ihre radikale kuratorische Vision und legt ihre Ansätze dar, das Weltkulturen Museum in Frankfurt am Main von einem Artefakte-Lager in ein Laboratorium und Bildungszentrum für eine kritische Auseinandersetzung mit den materiellen Kulturen außereuropäischer Gesellschaften umzugestalten.“ Alle zwei Wochen wird ein neues Kapitel des Buches auf der Webseite veröffentlicht.

Prolog zu The Metabolic Museum

Manifest zum post-ethnografische Museum

Walking Through

Weitere Informationen hier

On Film: Hélio Oiticica, Lygia Clark und Arthur Bispo do Rosário

Online verfügbar vom 15. April bis 24. Mai 21
In englischer und portugiesischer Sprache

Filmstill aus Agrippina é Roma-Manhattan, 1972. Regie von Hélio Oiticica und Neville d’Almeida, USA. Courtesy César Oiticica und Projeto Hélio Oiticica

Filmstill aus Memória do Corpo (Memory of the Body), 1984, von Mario Carneiro, Brasilien; Courtesy The World of Lygia Clark Cultural Association

Pogo Bar Podcast
Nadja Abt:
Mutiny on the Bivalvia –
Interview with a Seafarer

Courtesy die Künstlerin

Meuterei auf der Bivalvia ist ein Hörspiel über Machtverhältnisse und Beziehungen. In einem Interview schildert eine Seefahrerin, ehemals erfolgreiche Künstlerin, ihre Beweggründe, die dazu führten, Teil der weiblichen* Besatzung an Bord der „Bivalvia“ zu werden und ihren Alltag als Seefahrerin. Die Interviewerin treibt dabei vor allem eine Frage um: Was führte zum Schiffbruch und zur Meuterei der Frauschaft? Weitere Informationen 

Orpheus and the Technocave

Vortrag + Klangantwort mit Kurator Nadim Samman und Techno-Produzent Inland (Ed Davenport). Der Orpheus-Mythos erzählt von einem Sänger und Dichter, der mithilfe seiner Musik in die Unterwelt hinabsteigt, um seine ihm entrissene Ehefrau zurückzuholen. In der frühen Neuzeit lag der Mythos der Vorstellung zugrunde, der Künstler könne auf der Suche nach Wissen zwischen den Welten wandeln. Heutige orpheische Reisen lassen die Struktur der Suche zum Vorschein treten: Die Schwierigkeit, seinen eigenen Weg zu finden, falsch oder richtig abzubiegen, Zäune einzureißen, Schlösser aufzubrechen und durch Löcher zu kriechen – tiefer in die Megastruktur einzudringen, um sie hinter sich zu lassen. Weitere Informationen

Pogo Bar Podcast
Thea Reifler and Philipp Bergmann: 
Truth is a Matter of the Imagination

Courtesy die Künstler*innen; Foto: Rasmus Bell

Thea Reifler und Philipp Bergmann laden Lou Drago, Isabel Lewis, Ann Mbuti und Omsk Social Club zu einem Gespräch über Zitate aus Science-Fiction-Büchern ein. Diskutiert wird, wie das Genre ihr Denken, ihre Beziehungen, ihr Kunstschaffen und die Programmarbeit für Institutionen beeinflusst sowie ihre Wahrnehmung von Wahrheit und Fiktion, Traumzeit und Weltzeit, Strukturen, Prozessen, Wandel und Kollaboration verändert hat. Weitere Informationen