Renée Green: Inevitable Distances
Audio Tour mit Simon Leung

 

 

<p>Renée Green, <em>Übertragen/Transfer</em>, 1997. Installationsansicht der Ausstellung <em>Renée Green: Inevitable Distances </em>in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2021. Courtesy Museum Ludwig, Köln; Foto: Frank Sperling</p>

Renée Green, Übertragen/Transfer, 1997. Installationsansicht der Ausstellung Renée Green: Inevitable Distances in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2021. Courtesy Museum Ludwig, Köln; Foto: Frank Sperling

 

Der Künstler Simon Leung präsentiert eine aufgezeichnete Audioführung durch Renée Green: Inevitable Distances, wobei er sich auf seine persönlichen und kritischen Überlegungen stützt, auf welche Art und Weise heute über die 1990er Jahre geschrieben wird, mit besonderem Augenmerk auf sich überschneidende Geschichten und Ästhetiken.

 

Zusammen mit den Kurator*innen der Ausstellung, Mason Leaver-Yap, ist Leung im Dialog über Greens Ausstellung, geprägt, von seinen Gesprächen mit Renée Green über ihre Jahre des Entstehens und Arbeitens (einschließlich seines Beitrags zu Negotiations in the Contact Zone, einem von Green 1994 in New York organisierten Symposium), sowie von seiner Herangehensweise an die ästhetischen Entscheidungen, das politische Unbewusste und wie Formen der jüngsten Vergangenheit und der Politik der Gegenwart produktiv sein können.

 

Simon Leung wurde in Hongkong geboren und lebt und arbeitet in Brooklyn und Los Angeles. Zu Leungs Projekten aus verschiedenen Medien gehören eine Oper, die im Griffith Park spielt; eine Live-/Videoperformance, die sich mit AIDS in der Figur des Glory Hole auseinandersetzt; eine Trilogie über „den Restraum des Vietnamkriegs“; ein erweiterter Vorschlag zu Duchamps Werk als ethischer Diskurs; eine Meditation über die Dialektik von Ort und Nicht-Ort anhand von Edgar Allan Poe; kontextspezifische Arbeiten, die den hockenden Körper als heuristische Chiffre in den Mittelpunkt stellen, und eine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit dem verstorbenen Schriftsteller und Kunstkenner Warren Niesłuchowski. 

 

Zu Leungs jüngeren Arbeiten gehören ACTIONS! und ACTIONS! / ADJUCNTS!, „Kunstarbeitertheater“ an der Schnittstelle von Kunst und Arbeit (The Kitchen 2013, Hammer Museum 2016); Rehearsal for 9 collective movements, eine Performance über die gemeinsamen Intimitäten zwischen kolonialisierten Körpern (Gwangju Biennale 2018); ein kuratorisches Projekt, das das Werk von Yvonne Rainer in China vorstellte (Inside-Out Art Museum Beijing, 2019); und eine Internet-Lecture-Performance für das pandemische Zeitalter, City of Squatters (Queens Museum & Foksal Gallery Foundation, Warschau 2021). Im Zentrum von Leungs Arbeit steht die Meditation über das Ethische, das im weitesten Sinne als Bedingung, Vorschlag und Möglichkeit definiert wird. Leung wurde für seine Arbeiten mit dem Art Journal Award der College Art Association ausgezeichnet und erhielt Stipendien von der Guggenheim Foundation, dem Clark Art Institute, den Fellows of Contemporary Art, dem New York State Council on the Arts, der New York Foundation for the Arts, der Stadt Los Angeles, der California Community Foundation und Art Matters. Er ist Professor für Kunst an der University of California, Irvine, und zusammen mit Zoya Kocur Mitherausgeber von Theory in Contemporary Art Since 1985.