KW Production Series 2020: Onyeka Igwe und Lin+Lam
12.–30. Dezember 20

 

Online-Filmvorführung

 

Die KW Production Series widmen sich in ihrer dritten und letzten Ausgabe der Londoner Künstlerin und Forscherin Onyeka Igwe und dem New Yorker Duo Lin+Lam, bestehend aus Lana Lin und H. Lan Thao Lam. Während Igwe den physischen Körper und geographischen Raum als Ort kultureller und politischer Bedeutungsproduktion erforscht, nutzen Lin+Lam ihre Erfahrungen aus Architektur, Fotografie, Skulptur, Installation und zeitbasierter Medienkunst zur Auseinandersetzung mit von vergangenen politischen Narrativen geprägten Ereignissen. Die sich in der Entwicklung befindenden zwei neuen Videoarbeiten werden im Winter 2020 online präsentiert.

 

In Zusammenarbeit mit der Julia Stoschek Collection und OUTSET Germany_Switzerland widmen sich die KW Production Series anhand zweier Neuproduktionen pro Jahr dem künstlerischen Bewegtbild. Das Projekt ist inspiriert von den Gründungsprinzipien der KW als einem Ort für Produktion, Reflexion und kritischen Austausch. Die KW Production Series setzen sich zum Ziel, ausgewählte Künstler*innen zu unterstützen, deren Arbeit und Karriere sich vor einem wegweisenden Durchbruch befinden und die nicht nur von der finanziellen Unterstützung und dem institutionellen Renommee profitieren, sondern dieses Format auch nutzen, um den Tiefe- und Schärfegrad ihrer künstlerischen Arbeit maßgeblich und nachhaltig zu modifizieren. Künstler*innen bisheriger Produktionen waren: Andrea Büttner, What is so terrible about craft? / Die Produkte der menschlichen Hand, 2019; Rachel O’Reilly, INFRACTIONS, 2019; Jamie Crewe, Pastoral Drama, 2018; Beatrice Gibson, I Hope I’m Loud When I’m Dead, 2018.

 

Onyeka Igwe

 
<p>Onyeka Igwe, production still, Lagos, 2019</p>

Onyeka Igwe, production still, Lagos, 2019

 

Onyeka Igwe ist Künstlerin, Filmemacherin, Programmiererin und Forscherin. Sie lebt derzeit in London. In ihrer non-fiktionalen Videoarbeit verwendet Igwe Tanz, Stimme, Archiv und Text, um eine Vielzahl von Narrationen freizulegen. Die Arbeit untersucht den physischen Körper und den geografischen Raum als Ort kultureller und politischer Relevanz. 

 

Igwe’s Videoarbeiten wurden im Institute of Contemporary Arts, London, 2017; bei Dhaka Art Summit, 2020; und auf internationalen Filmfestivals gezeigt, darunter das London Film Festival, 2015; Rotterdam International (NL), 2018, 2019 und 2020; Edinburgh Artist Moving Image (GB), 2016; Images Festival, Toronto (CA), 2019, und das Smithsonian African American Film Festival, Washington, D.C., 2018. Zu Igwe’s Einzelprojekten gehören Corrections mit Aliya Pabani, Trinity Square Video, Toronto (CA), 2018; und There Were Two Brothers, Jerwood Arts London, 2019. Zu den jüngsten Gruppenprojekten gehören: [POST] Colonial Bodies 2, CC Matienzo, Buenos Aires, 2019; there’s something in the conversation that is more interesting than the finality of (a title), The Showroom, London, 2018; World Cup!, articule, Montreal, 2018; Arguments, Cordova, Wien, 2017; und Multiplex, Nuit Blanche, Toronto, 2016. 2020 wurde Igwe mit dem Arts Foundation Futures Award im Bereich experimenteller Kurzfilm ausgezeichnet und erhielt 2019 den Berwick New Cinema Award.

 

Onyeka Igwes demnächst erscheinender Film ist eine Auftragsarbeit der KW Institute of Contemporary Art, Berlin; Plug-In ICA, Winnipeg; und Mercer Union, Toronto; mit Unterstützung von Julia Stoschek Collection und Outset Germany_Switzerland. Zusätzliche Unterstützung von Tyneside Cinema Projections, Newcastle-Upon-Tyne.

 

 

Lin+Lam

 

Lin+Lam (Lana Lin und H. Lan Thao Lam) kollaborieren seit 2001. Gemeinsam produzieren sie forschungsbasierte Projekte, die die Begriffe der Geschichte, der Evidenz und der Subjektivität erweitern. Ihre Arbeit dient grundsätzlich einer pädagogischen und ästhetischen Funktion, indem sie die Rezipient*innen auffordern, Informationen nicht als selbstverständlich zu betrachten, sondern jene Motive hinter den Entscheidungen über Repräsentationen sowie die Methoden, durch die sie strukturiert werden, zu hinterfragen. Als Künstler*innen und Wissenschaftler*innen haben sich Lin+Lam intensiv mit der Psychoanalyse, Anthropologie und postkolonialen Studien beschäftigt. Ihr neues Video setzt sich mit sozialen Hierarchien und Machtverhältnissen auseinander und bewertet das Potential von Geschichte, Kunst und Medien als Instrument der Erzählung von Wahrheiten und Manipulation.

 

Lin+Lams Arbeiten wurden international ausgestellt, darunter im Museum of Modern Art, New York; New Museum, New York; The Kitchen und das Queens Museum, New York; Yerba Buena Center for the Arts, San Francisco (US); Arko Arts Center, Korean Arts Council Seoul; bei Internationale Kurzfilmtage Oberhausen (DE); sowie auf der 3. Guangzhou Triennale (CN)Bisherige Arbeiten wurde u.a. vom Canada Council for the Arts, der Jerome Foundation, der Fulbright Foundation und dem New York State Council on the Arts unterstützt.

 

 

 

<p>Die KW Production Series werden kuratiert und organisiert von Mason Leaver-Yap, Assoziierte*r Kurator*in der KW und mit großzügiger Unterstützung der Julia Stoschek Collection und OUTSET Germany_Switzerland ermöglicht.</p>

 

Die KW Production Series werden kuratiert und organisiert von Mason Leaver-Yap, Assoziierte*r Kurator*in der KW und mit großzügiger Unterstützung der Julia Stoschek Collection und OUTSET Germany_Switzerland ermöglicht.